Wunderbaby: Mutter rettet totkrankes Kind

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Die Mutter rettet ihr totkrankes Kind, ohne es zu wissen.
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Mutter rettet unwissentlich ihr Wunderbaby

Nach der Geburt wird ihr Baby für totkrank erklärt. Doch dann tut seine Mutter etwas, mit dem sie ihr Kind unwissentlich rettet!

Als Karen Wollmann schwanger wird, ist die Freude der Familie grenzenlos. Zwei gesunde Kinder hat sie bereits auf die Welt gebracht, die nun ein kleines Geschwisterchen bekommen sollen. Noch bevor das Baby auf der Welt ist, steht der Name schon fest: Renner soll das neue Familienmitglied heißen.

Doch eine Ultraschalluntersuchung kurze Zeit später holt die Familie mit einer tragischen Nachricht auf den Boden zurück. Bei Renner wird das Down-Syndrom diagnostiziert, doch dies ist nicht das Problem. Sein Körper ist voller Wassereinlagerungen, die Ärzte rechnen mit dem Schlimmsten: Sie bereiten Karen darauf vor, dass ihr Baby wohl eine Totgeburt werden wird. Die Familie ist erschüttert. Doch sie wollen ihre Hoffnung nicht aufgeben, denn noch lebt das Baby im Bauch der Mutter.

In der 35. Woche ist es soweit: Renner wird per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Es ist der Moment der Entscheidung. Als die Ärzte das Baby aus dem Bauch holen, ist es ganz still. Es schreit nicht. Doch dann sehen sie etwas Unglaubliches: Renner atmet!

Sofort wird das Neugeborene auf der Intensivstation behandelt, der Mutter jede Hoffnung genommen: Sie können das totkranke Kind nicht retten. Renners Körper ist voll Wasser, seine Nieren sind zu schwach.

Die Ärzte geben dem Kleinen nicht mehr als zwölf Stunden, sollte sich seine Nierenfunktion nicht verbessern. Karen ist bestürzt. Sie durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, nach der Erleichterung, dass ihr Baby entgegen aller Erwartungen doch atmete, folgt der nächste Rückschlag. Die Mutter hat nur einen Wunsch: Ihr totkrankes Kind wenigstens einmal im Arm zu halten. Dass genau das die Rettung für den Kleinen sein kann, ahnt sie nicht.

Vier Stunden verweilt die verzweifelte Frau mit ihrem Baby in einem Schaukelstuhl, hält es fest im Arm und genießt jede Sekunde mit ihm. Karen weiß, dass es das erste und letzte Mal sein kann, dass sie ihr drittes Kind wiegt.

Als die Ärzte das nächste Mal nach Renner schauen, können sie nicht erklären, was sie beobachten. Die Werte des Kleinen verbessern sich stetig. Das Kind überlebt entgegen aller Prognosen die Nacht. Doch nicht nur das: Von Tag zu Tag geht es dem Wunderbaby besser. Die einzige Behandlung, die das Kind währenddessen erhält, ist das Wiegen im Arm seiner Mutter. Unwissentlich hat sie ihr Baby mit dem Wunsch, es im Arm zu halten, gerettet.

Solche Wunder geschehen immer wieder, in denen körperliche Nähe ein Baby unerwartet retten kann. Die sogenannte Känguru-Methode wird häufig bei Frühchen angewandt, deren Werte sich durch direkten Hautkontakt unglaublich schnell verbessern können. Eine genaue Erklärung für die Genesung der Babys durch Kontakt zur Mutter gibt es noch nicht, die Körperwärme und Anregung der Sinne sollen allerdings eine große Rolle bei der Genesung spielen.

Heute ist das Wunderbaby, das noch im Bauch als Totgeburt prognostiziert wurde, zwei Jahre alt und gesund. Seine Mutter rettete ihr Kind, ohne es in dem Moment zu wissen, indem sie ihren Instinkten folgte.

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