Wunderbare Waldpilze zum Sammeln

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Foto: © Kathleen Rekowski - Fotolia.com

Raus in die Natur!

1. Austernseitling

Aussehen:

Sein graubräunlich bis stahlgrauer Hut erreicht einen Durchmesser von 5 – 20 cm und ist muschelförmig. Die Farbe wird mit zunehmender Reife diese Waldpilzes heller. Am Stiel laufen weißliche Lamellen herab.

Geschmack:

Er hat ein eher herbes Aroma, das etwas an Kalbfleisch erinnert. Das Fleisch ist fest, weshalb er sich hervorragend braten, grillen und auch panieren lässt. Beim Putzen vorsichtig sein, da er sehr druckempfindlich ist.

Saison/Vorkommen:

Die Waldpilze finden Sie in den kalten Wintermonaten vor allem an Laubhölzern, selten an Nadelhölzern. Oft wächst er dort in Trauben, bei denen die Hüte übereinander stehen.

Passt zu:

Eine tolle Beilage zu Geflügel. Braten Sie Austernseitlinge einfach in etwas Butter und Knoblauch, oder servieren Sie die Pilze paniert und in Öl ausgebacken – ein absoluter Hochgenuss!

2. Maronen-Röhrling

Aussehen:

Er ist reh- bis dunkel-kastanienbraun. Sein Hut kann bis zu 10 cm breit werden. Auf Druck verfärbt sich sein Fleisch bläulich, was sich beim Kochen aber wieder verliert. Der Stiel ist weißlich-gelb.

Geschmack:

Schmeckt nussig und eher mild, vergleichbar mit dem Steinpilz. Da er roh zu Übelkeit führen kann, bitte vor dem Verzehr unbedingt kochen bzw. erhitzen. Stiele besser nicht mitverzehren, sie können holzig sein.

Saison/ Vorkommen:

Häufig in geselliger Runde zu finden. Am besten von September bis in den November hinein sammeln. Wächst in Nadel- und Mischwäldern, vorwiegend unter Kiefern und Fichten.

Passt zu:

Er darf in keinem Pilzgulasch fehlen! Geschmort mit Zwiebeln und Speck in Rahmsoße ist er ein Gaumenschmaus. Verfeinert Soßen raffiniert. Passt toll zu Rotwein oder Sherry.

Unverzichtbares Gewürz:

Petersilie.

3. Stockschwämmchen

Aussehen:

Der Hut dieses Waldpilzes ist gelbbräunlich, mit heller Mitte bzw. Spitze und wird ca. 2– 6 cm groß. Der bräunliche Stiel sieht schuppig aus und ist ebenfalls gelbbräunlich.

Geschmack:

Würzig, mit intensivem Pilzgeschmack. Allerdings sind die Stiele zäh und werden nicht verwendet. Der Pilz ist auch gut zum Trocknen geeignet, dann wird sein Aroma allerdings wesentlich intensiver.

Saison/ Vorkommen:

Der in vielzähligen Büscheln wachsende Pilz hat von Mai bis November Saison. Er wächst hauptsächlich an abgestorbenen Baumstämmen und Baumstümpfen in Laubwäldern.

Passt zu:

Pilzsuppen verleiht er die richtige Note. Besonders fein wird er mit einem Klecks saurer Sahne und einem Schuss Weißwein. In Zitronensaft mit Chiliringen angebraten ein toller, fleischloser Brotbelag.

4. Parasol/Großer Riesenschirmling

Aussehen:

Ein Riese, denn sein braungrauer Schirm erreicht Durchmesser von bis zu 30 cm! Jung noch geschlossen, öffnet er sich mit zunehmender Reife. Stiel und Hut sind mit zahlreichen Schuppen übersät.

Geschmack:

Sehr aromatisch und nussig. Das Fleisch besitzt einen zarten und dennoch festen Biss. Die holzigen Stiele sind nicht genießbar. Roh schmeckt er süßlich, aber garen Sie ihn besser. Es kann sein, dass Sie ihn sonst nicht vertragen.

Saison/ Vorkommen:

Von Juli bis November tummelt er sich in lichten Laub- und Nadelwäldern und an Wegrändern. Auch auf Wiesen und Weiden sollten Sie die Augen offen halten.

Passt zu:

Der Parasol ist ein perfekter Fleischersatz, denn er lässt sich wie ein Schnitzel panieren und zubereiten. Oder Sie servieren ihn pur gebraten mit einem Spiegelei. Ebenfalls lecker in Gemüsepfannen oder gedünstet als Sandwichbelag.

5. Pfifferling

Aussehen:

Kräftig gold- bis zitronengelb mit leicht welligem bzw. eingerollten Huträndern. Die Mitte sitzt tiefer. Wird 2– 6 cm breit. Der Stiel hat die gleiche Farbe wie der Hut, ist schlank und nach unten leicht zugespitzt.

Geschmack:

Äußerst würzig, mit kräftigem Aroma. Schmeckt nach längerem Kauen etwas pfeffrig. Sein Fleisch ist fest. Sollte gedünstet oder gebraten werden. Zum Einfrieren nicht geeignet, denn dadurch wird er oft bitter.

Saison/ Vorkommen:

Ist in Nadel- und Laubwäldern heimisch, gerne unter Fichten oder Eichen. Vornehmlich auf sandigen, eher nährstoffarmen Böden. Dort finden Sie ihn von Juni bis Oktober.

Passt zu:

Durch die feste Konsistenz und die Pfeffer-Note ist er die richtige Beilage zu saftigem Rindersteak. Peppt bunte Salate auf und ist ein prima Belag für Flammkuchen. In Wildgerichten einfach unverzichtbar.

6. Fichten-Steinpilz

Aussehen:

Hell- bis dunkelbraun mit glatter, teilweise etwas unebener Oberfläche. Kann bis zu 20 cm messen. Sein Stiel ist weiß bis hellbraun, mit weißlichem Netzmuster und hat eine runde, bauchige Form.

Geschmack:

Dank seines würzig-milden, angenehm pilzigen Geschmacks, ist er einer der beliebtesten Speisepilze. Zudem ist er leicht nussig. Er hat eine feste Textur mit gutem Biss und ist auch roh gut verzehrbar und verträglich.

Saison/ Vorkommen:

Wie der Name verrät, ist sein liebster Platz unter Fichten, aber auch unter anderen Nadelbäumen. Meist auf kalkhaltigem Boden. Essbare Exemplare finden Sie von Juni bis Oktober.

Passt zu:

Schneiden Sie ihn in Scheiben und braten Sie ihn in Butter an. Ein himmlischer Begleiter zu Schweinefilet. Roh und dünn geschnitten bzw. gehobelt peppt er Salate auf. Macht Ragouts zu etwas Besonderem!

7. Krause Glucke

Aussehen:

Wirkt dank der krausen Oberfläche wie ein Badeschwamm. Durch die Struktur hat der Pilz viele Hohlräume. Wird bis zu 40 cm breit und ist fleischfarben bis gelblich. Das Fleisch hat eine brüchige Konsistenz.

Geschmack:

Sehr wohlschmeckend und ergiebig. Die Krause Glucke ist würzig (ähnlich wie die Speisemorchel). Bleibt auch in zubereitetem Zustand schön bissfest. Zu alte Exemplare besser nicht essen, da sie bitter schmecken.

Saison/ Vorkommen:

Suchen Sie ihn am Fuß lebender Nadelbäume, wie Kiefern oder Lärchen. Manchmal besiedelt er allerdings auch Stümpfe. Reif wird er im Spätsommer, von August bis November.

Passt zu:

In Butter gebraten hervorragend zu Rührei. Vor der Zubereitung sollte der Pilz zerteilt und gut gewaschen werden, da die Verästelungen ein beliebtes Versteck für Insekten sind und oft Spuren von Erde aufweisen.

8. Hallimasch

Aussehen:

3 –10 cm großer, fleischbräunlicher Hut, der mit kleinen Schüppchen besetzt ist. Die sind aber abwaschbar. Sehr schlanker, blass-bräunlicher Stiel mit weißem Ring. Nach unten verfärbt er sich dunkel.

Geschmack:

Er ist etwas herb und riecht sehr kräftig. Verliert während des gesamten Garvorgangs nie die angenehm feste Konsistenz. Verwenden Sie nur die Hüte, die Stiele schmecken nicht und sind unangenehm zäh.

Saison/ Vorkommen:

Pflückbar von September bis November. Er bewächst vornehmlich Laub- und Nadelholz, egal, ob tot oder lebendig. Teilweise auch auf Wurzeln. Selten allein, meist in Büscheln.

Passt zu:

Hallimasch schmeckt sowohl als Fisch-Beilage, als auch in Essig mariniert. Tolle, herzhafte Pfannkuchenfüllung. Nicht roh verzehren. Vor dem Zubereiten am besten ca. 10 Minuten abkochen und das Kochwasser weggießen.

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