Yoga: Helfen die Übungen bei psychischen Erkrankungen?

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Yoga-Übungen wirken präventiv gegen psychische Erkrankungen.
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Sanfte Therapie

Die fernöstliche Bewegungslehre Yoga soll dem Körper Energie verleihen und für straffe Muskeln sorgen. Die Übungen haben aber Studien zufolge noch weitere positive Effekte und können beispielsweise gegen psychische Erkrankungen helfen. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Schizophrenie und ADHS.

Wirkungsweise von Yoga

Yoga gilt schon lange als wahrer Alleskönner: So soll die Bewegungslehre nicht nur Jugend und Schönheit bewahren, sondern auch gegen Krankheiten helfen. Mithilfe von Biomarkern durchgeführte Studien belegen jetzt eine Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Erkrankungen wie ADHS, leichten Depressionen, Schizophrenie und Schlafstörungen. So beeinflusse Yoga Schlüsselelemente des Stoffwechsels auf ähnliche Weise wie dies Antidepressiva oder Psychotherapie tun. Im Körper der Studienteilnehmer, die die Übungen vollzogen, veränderten sich unter anderem die Konzentrationen bestimmter Hirnbotenstoffe und Anzeiger für oxidativen Stress. Kurzum: Die aggressiven, in den Zellen Schäden anrichtenden Moleküle verringerten sich.

Im Rahmen der Studien wurde auch die Wikungsweise von Yoga auf Essstörungen und Gedächtnisproblemen untersucht. Hier konnte jedoch kein positiver Effekt nachgewiesen werden.

Studien noch nicht belastbar

Forscher hatten mehr als 100 Studien zum Zusammenhang von Yoga und psychischen Erkrankungen ausgewertet. Nur 16 von ihnen waren laut Angaben der Wissenschaftler methodisch gut genug, um in die engere Betrachtung zu kommen. Demnach können die Ergebnisse nur als vorläufig gelten, unter anderem auch weil die Teilnehmerzahlen so gering ausfielen.

Tiefergehende Untersuchungen seien daher notwendig, bevor Yoga als Behandlungsmethode für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie oder ADHS infrage kommt. Bislang können die Übungen daher keine reguläre Therapie ersetzen. Gegen Yoga als begleitende Therapiemaßnahme spricht jedoch nichts, da die fernöstliche Bewegungslehre keinerlei Nebenwirkungen hat.

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