YouNow, Snapchat und Co. - So sperren Sie Apps für Kinder

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Pech gehabt, diese App ist gesperrt. Manchmal bleibt das der einzige Ausweg
Foto: sunabesyou / iStock

Apps wie YouNow, Snapchat & Co. sind für Kinder nicht geeignet - so sperren Sie sie, wenn Sie das wollen...

Viele Apps wie YouNow, Snapchat und Co. sind bei Kindern extrem beliebt, aber nicht für sie geeignet. Sollte man bestimmte Apps sperren? Wir sagen Ihnen ob und wie.

Manche Kinder sind unbelehrbar. Sie möchten jeden Trend mitmachen und auch Apps wie YouNow oder Snapchat nutzen. Doch für viele Apps sind die Kleinen einfach noch zu jung. Sollten Eltern diese Apps sperren?

Das kommt ganz auf das Kind an. Für viele Kinder sind verbotene Dinge gerade verlockend und oft bringt es gar nichts, den Kindern etwas zu verbieten (vor allem, wenn sie das Verbot nicht nachvollziehen können).

Das Wichtigste für Sie als Eltern ist das Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen! Vermitteln Sie ein Gefühl für die Gefahren des Mediums. Und setzen Sie klare Grenzen: In einem so öffentlichen Medium wie YouNow haben weder der reale Name des Kindes etwas zu suchen, noch der Wohnort oder irgendwelche Infos über den Tagesablauf, also darüber, wann Ihr Kind wo sein wird.

Mediencoach Kristin Langer von "Schau hin!" (einer Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend u.a.) empfiehlt außerdem, mit Kindern ab 13 Jahren unbedingt darüber zu sprechen, wie und mit wem es sich überhaupt austauschen will. Bleibt die Nutzung auf den engsten Freundeskreis beschränkt und ist das Kind behutsam, spricht wenig dagegen. Parallel sollten Sie Vertrauen aufbauen und im Gespräch über die App-Nutzung Ihres Kindes bleiben.

Sie können sich auch Rat von anderen Eltern holen oder das Thema beim Elternabend ansprechen und damit die Schule ins Boot holen.

Wenn nichts mehr hilft: So können Sie einzelne Apps oder Internetseiten sperren

Vor allem bei Kindern unter 13 Jahren empfiehlt Kristin Langer sogar, die Apps zu sperren. Am besten sollten Sie das mit dem Hinweis auf die Alterszulassung (YouNow ist laut deren AGB erst ab 13 Jahren erlaubt) und der noch nicht einschätzbaren Risiken erklären.

Oder wenn Ihr Kind über 13 Jahre die mit Ihnen vereinbarten Sicherheitsregeln bricht, sollten Sie die App zumindest vorübergehend sperren.

Sie müssen unbedingt den Konflikt aushalten und konsequent bleiben, damit Kinder sich bewusst machen, welche Risiken sie eingehen, wenn sie sich nicht an Ihre vereinbarten Regeln halten.

Zum Sperren der Apps auf einem Android-Handy eignen sich spezielle weitere Apps: Perfect App Lock muss auf dem Handy Ihres Kindes installiert werden. Dann können Sie einzelne Apps oder Funktionen mit einem Passwort sperren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sperr-Apps kann Ihr Kind diese App auch nicht so leicht deinstallieren.

Für Besitzer eines iPhones ist die Sperrung von Apps etwas einfacher: Gehen Sie auf den Menüpunkt "Einschränkungen", tippen dann auf "Einschränkungen aktivieren" und geben im Anschluss einen vierstelligen Code ein, mit welchem Sie die Einschränkungen aktivieren sowie deaktivieren können. Über den Schiebeschalter können Sie festlegen, für welche Apps Sie den Zugriff erlauben und verbieten.

Sie können die Internetseite auch in Ihrem Router sperren. Wenn Sie das tun, kann kein internetfähiges Gerät, kein Smartphone oder Computer, von Ihrem W-LAN aus auf die Seite von YouNow o.ä. zugreifen.

Am weitesten verbreitet ist die FritzBox als Router. Gehen Sie an Ihren Rechner und geben Sie in die Adresszeile Ihres Browsers "fritz.box" ein.

Gehen Sie im Kasten links unter dem Punkt "Internet" auf den Menü-Punkt "Filter". Öffnen Sie oben mittig den Reiter "Listen". Sie sehen ein Eingabefenster mit dem Titel "Liste gesperrter Internetseiten".

Tragen Sie dort "http://www.younow.com/" ein.

Gehen Sie dann auf den Reiter "Zugangsprofile". Normalerweise laufen alle Geräte, die Ihr W-LAN nutzen unter "Standard" Darum gehen Sie bei dem Punkt "Standard" auf bearbeiten. Setzen Sie ein Häkchen bei "Internetseiten filtern". HTTPS-Seiten sollten Sie weiterhin erlauben, also da ein Häkchen setzen. Und - wichtig - einen weiteren Haken bei dem Punkt "Blacklist" setzen. Jetzt sollte niemand mehr in Ihrem Haushalt auf Younow.com surfen können.

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