Zu versext? Ärger um Beine von Katja Suding in der Tagesschau

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Die hübschen Beine von FDP-Politikerin Katja Suding sorgen seit der Tagesschau-Sendung vom 6. Januar für Ärger.
Foto: Screenshot ARD

Tagesschau schwenkt über Katja Sudings Beine

Zu sexy für die Tagesschau? Die attraktiven Beine einer bekannten FDP-Politikerin versetzen Deutschland in Aufregung.

Eigentlich sollte es um Politik gehen, beim Dreikönigstreffen der FDP am Dienstag in Stuttgart. Doch die hübschen Beine der FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding haben allem und jedem die Show gestohlen. Warum? Wegen eines genüsslichen Kameraschwenks über die Beine der Politikerin, der in der gestrigen Tagesschau gezeigt wurde.

Was war zu sehen? Erst schwarze Pumps, dann lange Bein und schließlich endlich der kurze, schwarze Rock. Verständlich, dass dieser Anblick so manchen Zuschauer überrascht hat. Schließlich ist eine derartige Kameraführung ganz bestimmt nicht mehr normal, in der ARD 2015. Wer es noch nicht gesehen hat, hier gibt es die Sendung zu sehen . Ab Minute 5 startet der Ausschnitt mit Katja Suding.

So sah Katja Suding übrigens obenrum aus:

Die FDP möchte derzeit natürlich Aufmerksamkeit wecken - doch eine solche Inszenierung haben sich die lieberalen Politiker bestimmt nicht gewünscht.

"Die Kamera vollzieht den männlichen Blick nach"

Die ARD entschuldigte sich jedenfalls, wenn auch in etwas schnodderigem Ton.

Chefredakteuer Dr. Kai Gniffke schreibt auf dem Blog der Tagesschau: "Auf dem Podium des FDP-Dreikönigstreffens sitzt unter anderem die FDP-Spitzenkandidatin für die Hamburger Bürgerschaftswahl Katja Suding. Die Kamera zeigt zunächst nur ihre Beine und schwenkt dann langsam hoch. Es ist einer dieser Schwenks, die wir in den 80er und frühen 90 Jahren noch gesehen haben und der gerne mal die Vorlage für Altherrensprüche lieferte. Die Kamera vollzieht den männlichen Blick nach, den Frauen alles andere als schätzen, weil er den Körper von Kopf bis Fuß (hier umgekehrt) taxiert. Nun könnte man sagen, dass diese Einstellung ganz prima zu einem FDP-Bericht passt. Aber der Aufschrei gegen sabbernder Liberale ist ja nun als Thema durch.

[...] In jedem Fall aber, und dies ist mein selbstkritisches Fazit, hätten wir diese Einstellung in dem Beitrag beanstanden und austauschen sollen. Und das nicht, weil feministische Gäule mit mir durchgehen, sondern schlicht deshalb, weil diese Einstellung dazu angetan ist, einen Teil unserer Zuschauerinnen und Zuschauer zu empören. Wobei ich gar nichts dagegen habe, wenn sich Leute während der Tagesschau empören über die FDP, Pegida, die NSA oder sonst was. Aber bitte nicht über die Art und Weise, wie wir Menschen filmen. Der Beine-Schwenk gehört auf den Index. Tut mir leid, Frau Suding."

Hämische Kommentare im Netz

Aber Entschuldigung hin oder her, mit lüsternen Kommentaren wie diesen muss Katja Suding jetzt trotzdem leben. Besonders bitter: Die FDP hatte Katja Suding auf Wahlkampf-Plakaten gerade als "Unser Mann für Hamburg" betitelt. Schon diese Bezeichnung sorgte für viele Lacher, nun der Kameraschwenk, das ist schon hart. Vielleicht tröstet sie die Aufmerksamkeit, die sie nun für ihre politischen Botschaften nutzen kann.

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