Zwiebelkuchen Rezept: Lieblingskuchen im Herbst

zwiebelkuchen
Foto: RFF

Herzhafte Kuchen

Sein Name verrät es bereits: ein herzhafter Kuchen, dessen Belag hauptsächlich aus Zwiebeln besteht. Wir kennen seine Geheimnisse und das beste Rezept!

Ein Stück Zwiebelkuchen hat weder etwas Glamouröses noch etwas Ansehnliches. Im Gegenteil! Bevor wir ihn genießen können, fordert er uns erst einmal zum tränenreichen Kampf mit Zwiebel und Hefe auf. Trotzdem schafft er es jedes Jahr aufs Neue, uns mit seinen inneren Werten zu verführen.

 

Luftiger Boden

 

Der Boden besteht traditionell aus einem Hefeteig. Hefe, Milch, Mehl und wenige wichtige Handgriffe - mehr braucht es nicht, um einen locker-leichten Boden herzustellen. Auch beliebt: ein köstlicher Zwiebelbelag auf einem knusprig-krossen Mürbeteig.

 

Ein warmes Bett aus Zwiebeln und Speck

 

Anders als beim Flammkuchen werden die Zwiebeln nicht roh , sondern als gedünstete Ringe auf dem Boden verteilt. Ein Eier-Sahne-Speck-Gemisch, abgeschmeckt mit Kümmel und Salz, gibt dem Zwiebelberg Halt. Auch wenn viele die Nase rümpfen, eine Prise Kümmel muss sein. Kümmel fördert die Bekömmlichkeit und gibt dem Zwiebelkuchen seinen unvergleichlichen Geschmack.

Der Berg an Zwiebeln muss erst einmal geschnitten werden. Kleiner Tipp: ein Schluck Wasser im Mund soll das Tränen verhindern. Wer es feiner mag, ersetzt einen Teil der Gemüsezwiebeln durch Lauchzwiebeln.

 

Ein Duo par excellence

 

Im Spätsommer und Herbst gleichermaßen beliebt, ist der Zwiebelkuchen ein willkommener Gast auf deutschen Weinfesten. Genießer schätzen seinen deftigen Geschmack in Kombination mit der süßen, leicht süffigen Note des Federweißers. Am allerbesten schmeckt Zwiebelkuchen warm, aber auch kalt ist er ein Genuss.

 

Pfälzer Zwiebelkuchen

 

Zutaten (12 Stücke)

300 g Mehl, 1 TL Zucker, Salz, 200 ml Milch, 1/2 Würfel frische Hefe, 35 g weiche Butter, 800 g Zwiebeln, 3 Lauchzwiebeln, 250 g geräucherter und durchwachsener Speck, 1-2 EL Öl, 200 g Schmand, 3 Eier, Pfeffer, geriebene Muskatnuss, 2 EL Paniermehl, Mehl für die Arbeitsfläche und Hände, Fett und Mehl für die Form, Alufolie

Zubereitung

1. Mehl, Zucker und 1/2 TL Salz in einer Schüssel mischen. Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröseln und unter Rühren darin auflösen. Milch-Hefemischung und Butter zur Mehlmischung geben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

2. Inzwischen Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Speck fein würfeln, in einem Topf auslassen. Öl zufügen, erhitzen, Zwiebeln und Lauchzwiebeln darin unter Wenden ca. 15 Minuten dünsten. Von der Herdplatte nehmen.

3. Teig nochmals auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit bemehlten Händen gut durchkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (ca. 33 cm Ø) ausrollen. Eine Springform (26 cm Ø) fetten und mit Mehl ausstäuben. Teig hineinlegen, dabei Rand leicht andrücken. Nochmals an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

4. Schmand und Eier verrühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Boden mit Paniermehl bestreuen. Boden nochmals flach drücken, Zwiebel-Mischung darauf verteilen, Rand evtl. nochmals hochziehen und den Eierguss darübergießen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) auf unterer Schiene 50–60 Minuten backen, zum Schluss evtl. mit Alufolie bedecken. Aus dem Ofen nehmen, ca. 10 Minuten auf einem Kuchengitter ruhen lassen. Aus der Springform lösen, in Stücke schneiden und anrichten.

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