Was stimmt wirklich?10 Mythen über Sonnenschutz

10 Mythen über Sonnenschutz
Foto: iStock // PeopleImages

Die Sonne ist verführerisch und tückisch zugleich. Und wie man sich vor ihren wärmenden Strahlen am besten schützt, ist sagenumwoben. Wir reden Klartext in Sachen Sonnenschutz und verraten Euch, was wirklich stimmt.

1. Eincremen muss ich mich erst, wenn ich in der Sonne bin

Oh nein! Wer sich in die Sonnen legen oder aber z.B. eine Runde Beachvolleyball spielen möchte, sollte sich mindestens eine halbe Stunde vorher eincremen. So kann der Sonnenschutzfilter aus der Creme auf der Hautoberfläche wirksam werden. Das gilt auch für Produkte mit der Kennzeichnung "Wirkt sofort". Es ist immer besser sicherzugehen, als einen Sonnenbrand zu riskieren.

2. Die Sonnencreme für den Körper/das Gesicht ist auch für die Lippen ausreichend

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Deine Lippen nach einem Tag am Meer so gereizt sind, obwohl Du sie doch zusammen mit Deinem Gesicht eingecremt hast? Das liegt daran, dass die Lippenhaut ganz besonders zart ist und kein Melanin bilden kann. Sie reagiert deswegen viel sensibler als andere Körperareale auf die schädigende Strahlung. Die Lösung des Problems sind spezielle Sonnenschutzprodukte für die Lippen. Für den Alltag sind Lip Balms, z. B. die Active Protection Lip Balms Lemon Twist mit LSF 15 und Fresh Grapefruit mit LSF 30 von eos, die perfekten Begleiter. Den Lip Balm einfach alle paar Stunden auffrischen und schon ist man auf der sicheren Seite. Übrigens: Bei den Active Protection Lip Balms ist es überhaupt nicht schlimm, wenn Du ins Schwitzen kommst oder nass wirst. Sie sind nämlich schweißresistent und wasserabweisend. Für Extremsituationen oder sehr empfindliche Hauttypen gibt es von anderen spezialisierten Anbietern natürlich auch noch Produkte mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor 50.  

3. Der Lichtschutzfaktor verrät, wie lange ich in der Sonne bleiben kann

Das ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält, an dem aber absolut nichts dran ist. Ein Lichtschutzfaktor von 30 bedeutet nämlich nicht, dass man sich 30 Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne Schaden zu nehmen. Um die Wirkzeit einer Sonnencreme zu berechnen, muss die sogenannte Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor multipliziert werden. Ein Beispiel: Wer ohne Sonnencreme nach ca. zehn Minuten rot wird, hat mit einem Lichtschutzfaktor von 30 – theoretisch – erst nach 300 Minuten mit Sonnenbrand zu rechnen. Aber Achtung: Die Eigenschutzzeit ist leider keine verlässliche Größe, denn sie hängt zum einen vom Hauttyp ab und zum anderen von der Intensität der Sonneneinstrahlung. Erschwerend hinzu kommt, dass z.B. durch das Schwitzen oder auch durch den Abrieb der Creme aufs Badetuch immer auch Schutz verloren geht. Selbst, wer sich gründlich eincremt, muss aufpassen, damit es nicht zum Sonnenbrand kommt.

4. Mehrfaches Eincremen erhöht den Lichtschutzfaktor

Auch diese Annahme entspricht leider nicht der Wahrheit. Das bedeutet, dass zweimal mit Lichtschutzfaktor (LSF) 20 eincremen nicht bedeutet, dass das LSF 40 ergibt. Egal wie oft nachgelegt wird, es bleibt bei Lichtschutzfaktor 20. Wer den angegebenen Lichtschutzfaktor überhaupt erreichen will, muss zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Körperoberfläche verwenden. Umgerechnet und je nach Körpergröße ist das etwa eine halbe Sonnencremetube.

5. Mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor werde ich nicht braun

Mal abgesehen davon, dass ein allzu getoasteter Teint total out ist, ist das natürlich nicht wahr. Auch mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist es kein Problem eine schöne Bräune zu bekommen. Es dauert nur einfach ein kleines bisschen länger. Dafür ist das der gesündere Weg, um braun zu werden, denn die Haut hat mehr Zeit sich der Sonnenstrahlung anzupassen. Und heute muss beim Gebrauch von einer Sonnencreme mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor auch niemand mehr Angst vor einem weißen Film auf der Haut haben. Das ist längst Geschichte!

6. Wenn ich im Schatten bleibe, kann mir nichts passieren

Das glauben nach wie vor ziemlich viele Menschen. Es handelt sich aber um einen absoluten Irrtum, denn auch im vermeintlich sicheren Schatten des Sonnenschirms besteht immer noch eine Verbrennungsgefahr. Rund 60 bis 80 Prozent der Strahlung erreicht die Hautoberfläche trotzdem - nicht zu vergessen die starke Reflexion vom weißen Sandstrand. Gerade Sensibelchen sollten sich deswegen unbedingt trotzdem eincremen.

7. Wenn ich vor dem Urlaub ins Solarium gehe, muss ich mir keine Sorgen um Sonnenbrand machen

Schön wär's! Aber leider handelt es sich hierbei wohl um einen der größten Fauxpas. Die Röhren im Solarium geben nämlich fast ausschließlich UVA-Strahlung ab. Dadurch wird die Haut zwar braun, aber sie kann keinen natürlichen Lichtschutz aufbauen. Mal abgesehen davon sorgen regelmäßige Sonnenbankgänge für eine vorzeitige Hautalterung. Also besser ordentlich eincremen und langsam bräunen. Das ist nicht nur gesünder, sondern sieht auch viel besser aus.

8. After-Sun-Pflege? Wird komplett überbewertet und ist überhaupt nicht wichtig

Oh doch, denn der Haut wird durch die Sonneneinstrahlung deutlich mehr Feuchtigkeit entzogen als im Normalfall. Hinzu kommt möglicherweise ausgiebiges Planschen in Chlor- und Meerwasser, was die Haut ebenfalls austrocknet. Schnell fühlt sie sich nicht nur trocken an, sondern sieht auch schuppig aus. Dementsprechend wichtig ist es danach für eine Extraportion Feuchtigkeit zu sorgen. After-Sun-Produkte sind auf die Bedürfnisse der Haut nach einem sonnenreichen Tag abgestimmt und geben ihr zurück, was sie verloren hat. Neben viel Feuchtigkeit enthalten sie auch beruhigende Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass Rötungen gelindert werden und die Haut nicht spannt.

9. Sonnencreme brauche ich nur am Badesee oder im Urlaub

Falsch! Sonnecreme ist im Sommer für alle Alltagsaktivitäten, bei denen man der Sonne direkt ausgesetzt ist, ein absolutes Muss. Besonders bei sportlichen Aktivitäten sollte die Haut großzügig mit Sonnencreme versorgt werden. Als Faustregel gilt: Sonnencreme sollte in unserem Breitgrad von Ostern bis Oktober benutzt werden. Natürlich darf ein guter Sonnenschutz auch beim Skifahren im Winter nicht fehlen. Durch den Schnee wird die Strahlung stark reflektiert und es kann ohne Sonnenschutz schnell zu einem unangenehmen Sonnenbrand kommen.

10. Nach einer Woche im Urlaub muss ich mich nicht mehr eincremen

Schön wär’s! Es ist zwar richtig, dass die Haut durch UVB-Strahlen eine schützende Lichtschwiele bildet, aber die entspricht nach drei Wochen gerade einmal etwa LSF 6. „Lichtschwiele“ heißt es übrigens deshalb, weil die Hornhaut durch die Strahlung etwas dicker wird und so das Licht reflektiert, filtert und streut. Trotzdem: Gerade zu Beginn des Sommers braucht die Haut anständigen Schutz und von „gewöhnen“ kann wirklich nicht die Rede sein. Deshalb bitte immer sorgfältig weiter cremen.

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