Naturereignis2018: Das Jahr der starken Erdbeben?

Wie viele Erdbeben erwarten uns im Jahr 2018? Forscher warnen vor schweren und mehreren Erdbeben in diesem Jahr. Schuld daran ist die Geschwindigkeit der Erdrotation.

Inhalt
  1. Zusammenhang zwischen Erdrotation und Erde?
  2. Rotationsänderung verformt die Erde
  3. Warum kommen gerade 2018 mehr Erdbeben zustande?

Am Dienstag erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 die Küste vor Alaska. Schuld daran war das im Golf von Alaska - etwa 278 Kilometer entfernt - entstandene Seebeben in zehn Kilometern Meerestiefe. Die USA gaben eine Tsunamiwarnung heraus, hoben sie inzwischen aber wieder auf.

Dieses Erdbeben ist noch glimpflich ausgegangen. Es forderte keine Verletzten, keine Tote. Doch wie die Geschichte zeigt, können Erdbeben auch anders ausgehen. Und dass es gerade im Jahr 2018 mehr schwere Erdbeben geben soll, davon sind einige Experten überzeugt.

 

Zusammenhang zwischen Erdrotation und Erde?

Die Geowissenschaftler Rebecca Bendick und Roger Bilham (University of Montana, university of Colorado) haben alle aufgezeichneten Erdbeben der vergangenen 100 Jahre untersucht. Dabei haben sie einen Zusammmenhang zwischen Erdbeben und der Erdrotationsgeschwindigkeit untersucht. Ihre These: Wird die Rotationsgeschwindigkeit der Erde geringer, beschleunigt sie danach wieder - und begünstigt somit Erdbeben.

Dabei muss man wissen: Die Erde bremst ihre Rotation ca. alle 32 Jahre über einen Zeitraum von mehreren Jahren etwas ab (wegen der Gezeitenkräfte). Dadurch werden die Tage auch um wenige Millisekunden länger. Im Anschluss daran wird sie wieder schneller. 2018 ist das letzte Jahr der Verlangsamung.

 

Rotationsänderung verformt die Erde

Wieso bestimmt nun die Erdrotation den Ausbruch von Erdbeben? Der Theorie nach geht das folgendermaßen:

  • An den Grenzen der tektonischen Platten entstehen Spannungen, die sich in einem Erdbeben "entladen."
  • Nach einem Erdbeben bauen sich die Spannungen erneut langsam auf - es beginnt quasi die "Vorbereitung" für das nächste Erdbeben.
  • Diese Plattenverschiebungen entstehen an mehreren Stellen auf der Erde (eben dort, wo zwei Platten aneinander grenzen). Die Spannungen wirken sich untereinander auf jede Stelle aus.
  • Wenn die Erde nun langsamer rotiert, verändert sich auch die Erdform ein bisschen. Diese winzige Veränderung der Form reicht aber schon aus, um die bestehenden Spannungen zu verstärken - und somit ein Erdbeben früher auszulösen.
  • Ein Erdbeben kommt - laut der Wissenschaftler - ca. 15 Prozent früher zustande. Zudem fallen die so ausgelösten Erdbeben stärker aus. Geowissenschaftler gehen davon aus, dass die Erdbeben mindestens die Stärke 7 haben - nach oben offen.
 

Warum kommen gerade 2018 mehr Erdbeben zustande?

Seit einigen Jahren wird die Rotation der Erde langsamer. Berechnungen zufolge ist in diesem Jahr 2018 der Zeitpunkt erreicht, an dem die Erde wieder schneller zu rotieren beginnt. Das ist gleichzeitig der Punkt, an dem sich die Erde am meisten verformt - somit die Spannungen zwischen den Erdplatten verstärkt und Erdbeben fördert.

Ein Grund, jetzt in Panik zu verfallen ist das allerdings nicht. Denn: Auch wenn die Datenanalyse aus 100 Jahren nach viel klingt, ist es ein doch ziemlich geringer Zeitraum für eine Statistik in der Seismologie. Somit ist diese Theorie nicht mehr oder weniger glaubwürdig, als eine konkurrierende Theorie von anderen Geowissenschaftlern: Dass der Zeitpunkt von Erdbeben rein zufällig ist....

Auch interessant:

>> Neue Gesetze 2018: Das ändert sich im neuen Jahr

>> Nasa warnt: 2020 wird es einen nie da gewesenen Sonnensturm geben

>> Nostradamus 2018: Die Prophezeiungen des Astrologen und Apothekers

(ww7)

Kategorien: