Sherin aus Dallas3-jähriges Mädchen als Strafe vor die Tür gesetzt – jetzt ist sie tot

Weil eine Dreijährige ihre Milch nicht trinken wollte, setzte ihr Adoptivvater das Mädchen vor die Tür. Nun ist das Kind aus Dallas tot.

Um drei Uhr nachts hatte ein Vater aus einem Vorort von Dallas im US-Bundesstaat Texas seine indische Adoptivtochter Sherin zur Strafe nach draußen gesetzt, weil die Dreijährige ihre Milch nicht trinken wollte. Die Polizei suchte nach dem Mädchen und beschlagnahmte Handys, Laptops und Fahrzeuge, wertete Material der Überwachungskameras in der Umgebung aus. Nun die traurige Gewissheit: Die kleine Sherin ist vermutlich tot. Eine Leiche wurde in einem Kanal unweit Sherins Haus gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um das adoptierte Kind handelt. Eine Autopsie soll nun die genaue Todesursache klären. 

Der Vater des Kindes, Wesley Mathews, gab an, erst nach einer Viertelstunde, nachdem er Sherin vor die Tür setzte, zu schauen, ob sie immer noch vor dem Haus steht. Doch das Mädchen war weg. Erst fünf Stunden später alarmierte der Mann die Polizei. „Das ist kein normales Verhalten, wenn das eigene Kind verschwindet“, sagte Sergeant Kevin Perlich der Nachrichtenzeitung Time.

Milch nicht getrunken: Dreijährige vor die Tür gesetzt - jetzt wird sie vermisst
Ein Adoptivvater aus Dallas hat seine dreijährige Tochter vor die Tür gesetzt, weil sie ihre Milch nicht trinken wollte. Nun ist das Kind verschwunden. 
Foto: iStock

Sherin litt laut Mathews an einer Entwicklungsstörung und sei wohl nachts öfter zum Kühlschrank gegangen, da es unterernährt gewesen ist. 

 

Vater kam auf Kaution wieder frei

Der Vater wurde wegen Vernachlässigung und Gefährdung festgenommen, kam aber gegen eine Kaution wieder frei. Mathews gab zunächst an, er habe in der Nähe Kojoten gesehen, die Sherin möglicherweise verschleppt haben. Das FBI fand heraus, dass gegen vier Uhr morgens das Auto der Familie fehlte und wenig später wieder zurück gebracht wurde. Wesley Mathew und seine Frau, die in der Tatnacht angeblich schlief, müssen eine elektronische Fußfessel tragen und ihre Reisepässe abgeben. Wann und ob es zu einem Prozess kommt, ist unklar.

Die Familie ist den Behörden bekannt, weshalb die zuständige Kinderschutzbehörde unmittelbar nach dem Verschwinden von Sherin ein weiteres vierjähriges Kind der Familie in ihre Obhut nahm.  

Kategorien: