Studie300.000 fehlende Betreuungsplätze: Der Kita-Mangel in Deutschland bleibt ein Problem

In Deutschland gibt es immer noch zu wenig Kita-Plätze. Knapp 300.000 Betreuungsplätze fehlen – gerade für kleine Kinder ist die Nachfrage nach wie vor groß.

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat eine Studie zur Betreuungssituation von unter Dreijährigen in Deutschland veröffentlicht. Da diese in den letzten Jahren weiter ausgebaut wurden, blickt man hoffnungsvoll auf die Ergebnisse. Doch sie sind niederschmetternd: Noch immer fehlen 300.000 Kita-Plätze für die ganz Kleinen. Der Mangel ist stark bundeslandabhängig.

Während der Bedarf an Krippenplätzen im Osten Deutschlands offenbar gut aufgefangen wird und nur wenige Familien ohne Betreuung auskommen müssen, sieht die Lage im Westen anders aus: Hier wünschen sich 12 bis 20 Prozent der Eltern einen Platz für ihr Kind, finden jedoch keinen.

Bremen führt den Notstand an: Jedes fünfte Kind unter drei Jahren hat trotz Bedarf keinen Betreuungsplatz. Positiv lässt sich hingegen die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern beobachten: Hier mangelt es nur 3,1 Prozent der Kinder an einem Platz, obwohl sie gerne einen hätten.

Deutschlandweit werden laut Angaben des Instituts insgesamt 1,06 Millionen Betreuungsplätze für Kinder im Krippenalter benötigt. Den Mangel von 300.000 Plätzen – trotz Ausbau der letzten Jahre – erklären Experten mit der steigenden Geburten- und Zuwanderungsrate.

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