Technik3G-Abschaltung: Was passiert, wenn die neue 5G-Technik kommt?

Die neue 5G-Technik verspricht eine blitzschnelle Datenübertragung. Doch Nutzer des 3G-Netzes könnten bald ohne Empfang dastehen. 

Deutschland bekommt die turboschnelle 5G-Frequenz als Nachfolger des LTEs. Smartphone-Nutzern winkt dann ein neuer Geschwindigkeitsrausch beim Surfen sowie eine flächendeckende Vernetzung ohne Funklöcher. Die Wirtschaft sieht vor allem autonome Fahrzeuge auf dem Vormarsch. Die Versteigerungen der 5G-Frequenzblöcke sind nun beendet, Start war der 19. März. 

3G-Abschaltung: Was passiert, wenn die neue 5G-Technik kommt?
Die dritte Generation des Mobilfunkstandards hat bald ausgedient - wird jedoch noch von vielen Deutschen benutzt.
Foto: iStock
 

Kein Netz: Für diese 3G-Nutzer kann die Abschaltung ein Problem sein

Die einen klatschen in die Hände, die anderen bekommen ein Problem: Denn die in Deutschland aktiven SIM-Karten mit LTE nutzen nur 47 Prozent, wie ein Bericht der Bundesnetzagentur, der dem Spiegel vorliegt, zeigt. Der Rest verwendet alte Technologien, wie 3G. Und genau dieses Netz soll zugunsten von 4G und 5G bis 2020 abgestellt werden.

Die Bundesnetzagentur verlange von Mobilfunkbetreibern zudem, dass diese bis Ende 2019 für mindestens 98 Prozent der Haushalte in Deutschland eine Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde bereitstellen, wie der ,Spiegel' schreibt. Das geht technisch mit 3G nicht. Laut eines Tests von ,Computerbild' könne eine 3G-Abschaltung vor allem für Handy-Nutzer in ländlichen Gegenden (56,7 Prozent) zum Netzausfall führen. In der Stadt sei die Verbreitung von 3G noch einigermaßen gleichmäßig.

 

5G-Ausbau in Deutschland läuft

Während Oliver Krischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion der Grünen, fordert, der schnelle Rückbau der 3G-Netze solle für zwei Jahre gestoppt werden, baut beispielsweise die Telekom bereits fleißig Antennen für die 5G-Technologie auf. "Wir werden bis zum Jahresende rund 300 neue Antennen an mehr als 100 Standorten aufstellen", verkündete Vorstandschef Dirk Wössner auf der Website der Telekom: "Die Telekom betreibt bislang in Deutschland knapp 30.000 Antennenstandorte. Drei Viertel der Standorte sind bereits mit Glasfaser angeschlossen und damit auf 5G vorbereitet."

Alle Nutzer des 3G-Netzes (vor allem solche, die auf dem Land leben) sind wohl gut damit beraten, in den nächsten Monaten zu einer neuen Generation des Mobilfunkstandards, wie LTE, zu wechseln. Sonst steht bald auf dem Display: "Kein Empfang:"

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