Mama-Blog5 Dinge, die dir keiner über die Schwangerschaft erzählt

Die ganze Wahrheit darüber, was werdende Mütter in der Schwangerschaft erwartet. Mama-Bloggerin Timea über Kompressionsstrümpfe und dicke Füße.

Neulich war ich mit meiner Familie am Badesee und beobachtete ungewöhnlich viele schwangere Frauen. Schwangere umgibt diese ganz besondere Aura, wie ich finde. Nicht umsonst sagt man, dass Schwangere von innen heraus strahlen. Sie tragen ein Lebewesen in sich und dafür nehmen sie viel Schmerz und Leid, aber vor allem viel Freude auf sich. Der Bauch wird kugelrund und immer größer, das wissen wir alle.

Aber was passiert sonst noch in einer Schwangerschaft, worüber keiner redet? Ich verrate es euch!

 

1. Dein Geruchs- und Geschmackssinn verändert sich

Die Hormone spielen verrückt und das zeigt sich bereits am Anfang der Schwangerschaft. Als ich damals schwanger wurde, konnte ich auf einmal keinen Kaffee mehr trinken. Ich war ca. in der 10. Schwangerschaftswoche und machte gerade Kurzurlaub mit meinem Mann am Gardasee. Beim Frühstück, umgeben von den besten regionalen Produkten und frisch gebrühtem Kaffee, wurde mir auf einmal speiübel. Es war der Geruch von Kaffee.

Als alter Kaffee-Junkie, konnte ich meine Abneigung im ersten Moment gar nicht so richtig einordnen und nippte an meiner Tasse. Widerlich! Es war einfach nur widerlich! Tatsächlich kam mein Appetit auf italienischen Kaffee zum Ende der Schwangerschaft wieder, doch den herkömmlichen deutschen Filterkaffee verschmähte ich bis weit nach der Geburt. So ist das in der Schwangerschaft. Getränke und Speisen, die man sein ganzes Leben mochte werden zum Auslöser für Ekel. Heute bin ich wieder der gute alte Kaffee-Junkie.

Eine Schwangerschaft bringt neben der Vorfreude aufs Kind auch einige unangenehme Aspekte mit sich, über die Mütter nicht ganz so gerne reden.
Eine Schwangerschaft bringt neben der Vorfreude aufs Kind auch einige unangenehme Aspekte mit sich, über die Mütter nicht ganz so gerne reden.
Foto: Wunderweib
 

2. Du bekommst auf Anfrage ein Rezept für Kompressionsstrümpfe

Im dritten Trimester meiner Schwangerschaft riet mir meine Hebamme zu Kompressionsstrümpfen, da sich eine Wasseransammlung in meinen Beinen schon ankündigte. Vor einigen Jahren passierte mir nach einem Langstreckenflug, dass meine Beine und Füße dermaßen angeschwollen sind, dass ich wie ein Elefant aussah.

Aus Angst erneut wie ein Dickhäuter auszusehen ging ich mit meinem Rezept zu einem Sanitätshaus und ließ mich beraten. Selbst mit Rezept musste ich einen Eigenanteil von ca. 25 Euro zahlen - eine Summe, die ich noch nie im Leben für ein paar Strümpfe ausgegeben hatte (der volle Preis lag bei über 100 Euro, unvorstellbar!). Diese passten dann genau, zumindest als sie angezogen waren. Das tägliche An- und Ausziehen kostete unendlich viel Zeit und Mühe.

Bedenke: Dein Bauch wird immer größer und steht ganz schön im Weg, beim Versuch mit deinen Armen zu deinen Füßen zu gelangen. Ohne die Hilfe meines Mannes hätte ich die nervigen Dinger nie im Leben anziehen können. Nicht selten kam ich deswegen zu spät zu Terminen.

 

3. Deine Füße werden größer

Wenn wir schon beim Thema Beine sind... Meine Füße sind nicht nur breiter, sondern auch länger geworden! Ich kann mich noch erinnern wie ich einige Wochen vor der Geburt in Tränen ausgebrochen bin (oder besser gesagt einen stark hormonell bedingten, hysterischen Panikanfall bekam), als wir abends Essen gehen wollten und ich einfach nicht mehr in meine Schuhe passte. In keines meiner Schuhe. Sie waren allesamt zu klein. Am nächsten Tag zog ich los und kaufte mir für sagenhafte 15 Euro mega reduzierte Stiefeletten in Größe 38. Da ich normalerweise sogar Schuhe in Größe 36 trage, wollte ich nicht unnötig Geld ausgeben für Schuhe, die ich danach nicht mehr tragen werde. Weil sich doch nach der Geburt alles wieder normalisiert - dachte ich.

Im Nachhinein weiß ich: Ich hätte ruhig ein paar mehr Euros ausgeben dürfen, da meine Füße tatsächlich erst jetzt nach zwei Jahren magischerweise wieder geschrumpft sind. Ich habe meine Füße wohl so platt getreten mit meinem Extra-Wal-Gewicht, dass sich nicht nur die Breite, sondern tatsächlich auch die Länge verändert hat.

 

4. Du kannst nicht mehr schlafen

Mal abgesehen von der monatelangen Aufregung über die kommende Geburt und über das ganze kommende Leben, gibt es weitere erschwerende Faktoren wenn es um den lieben Schlaf geht. Alle raten dir in der Schwangerschaft so viel wie möglich zu schlafen, denn ja, man bekommt davon tatsächlich nicht mehr viel, wenn das Kind einmal da ist.

Ich konnte bereits viele Wochen vor der Geburt kaum schlafen. Dein Bauch wird womöglich im dritten Trimester so groß und schwer, dass du nicht mehr in jeder beliebten Position schlafen kannst. Bei mir kam ein seltsames Ziehen im Becken hinzu, das mich daran hinderte eine bequeme Schlafposition dauerhaft einnehmen zu können. Ich wälzte mich nächtelang hin und her. Meine Gedanken kreisten irgendwann wie verrückt und hinderten mich zusätzlich am Schlafen. Auch mein ungeborenes Töchterchen war hin und wieder sehr nachtaktiv und boxte in meinem Bauch wie ein Weltmeister. Hilfe fand ich dann schließlich in Schlafhypnosen, die ich mir regelmäßg anhörte.

 

5. Du musst ständig Pipi

Mein ungeborenes Engelchen drückte zum Ende meiner Schwangerschaft dermaßen auf meine Blase, dass ich jedes Mal, wenn ich aufstand und irgendwohin gehen wollte, sofort aufs Klo eilte. Ich ging vor jedem Spaziergang zweimal auf das stille Örtchen, da ich dachte es läuft gleich unkontrolliert los. Bereits nach fünf Minuten Spaziergang hatte ich jedesmal erneut das Bedürfnis auf die Toilette zu gehen. Ein unmögliches Unterfangen, wenn du einen Hund hast und ständig spazieren gehen musst - selbst wenn du nicht willst.

Als vier Wochen vor errechnetem Geburtstermin unverhofft meine Fruchtblase platzte, und etwas Warmes an meinem Bein runtertropfte, dachte ich im ersten Moment: "Na super, jetzt ist es soweit. Ich bin inkontinent geworden". Ganz so war es dann doch nicht, wie ich wenig später merkte und so saßen wir im Taxi Richtung Krankenhaus ...

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