Aufgedeckt!5 Hautpflege-Mythen unter der Lupe

Hautpflege ist ein viel diskutiertes Thema. Wir sind den hartnäckigsten Mythen auf den Grund gegangen und bringen Licht ins Dunkel.

5 Hautpflege-Mythen unter der Lupe
Foto: iStock // vadimguzhva

In Magazinen und auf Blogs finden sich unzählige gut gemeinte Ratschläge, wie wir unsere Haut pflegen sollen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Aber was ist da eigentlich wirklich dran? Und sind all diese Hinweise überhaupt empfehlenswert? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und räumen mit 5 Hautpflegemythen auf.

1. Viel trinken, versorgt die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit

Ohne Frage ist es für den Körper und die Haut wichtig ausreichend zu trinken. Aber es reicht der Haut nicht nur von innen mit Feuchtigkeit versorgt zu werden. Sie braucht zusätzlich auch noch Pflege von außen. Eine Feuchtigkeitscreme sollte deshalb zur Beauty-Routine eines jeden Menschen gehören. In den kalten Tagen darf es auch etwas mehr sein. Das heißt, es kann ruhig auch zu fetthaltigeren Cremes gegriffen werden.

2. Mit Anti-Aging-Pflege so früh wie möglich beginnen

Um den ersten Zeichen der Hautalterung entgegenzuwirken, greifen viele Frauen schon vor dem 30. Lebensjahr zu Anti-Aging-Produkten. Warum? Weil bei vielen die Annahme besteht, dass Falten so gar nicht erst entstehen können. Dass Anti-Aging-Pflege junger Haut nicht unbedingt einen Gefallen tut, wissen nur wenige. Warum das so ist? Die Produkte enthalten Wirkstoffe, wie z. B. Retinoide und Alpha-Hydroxy-Säuren, die ihre positiven Effekte, wie die Beschleunigung der Zellerneuerung, nur bei älterer Haut entfalten können.

Werden die Produkte auf einer noch jungen Haut angewendet, sind sie nicht nur nutzlos, sondern sorgen möglicherweise sogar dafür, dass die Feuchtigkeit schlechter gespeichert werden kann. Das Resultat ist eine trockene, schuppige Haut. Deswegen empfiehlt es sich, ab dem 40. Lebensjahr mit der regelmäßigen Anwendung von Anti-Aging-Produkten zu starten.

3. Pflegeprodukte sollten häufiger gewechselt werden

Pflegeprodukte verlieren ihre Wirkung, wenn sie zu lange angewendet werden! Das ist ein Gerücht, was sich hartnäckig hält. Es stimmt zwar, dass sich die Haut an die Pflege gewöhnt und die Ergebnisse deshalb immer weniger sichtbar werden. Das ist aber kein schlechtes Zeichen, denn es zeigt, dass die Haut gesünder ist und die Pflege ihre Wirkung gezeigt. Nur weil dem so ist, heißt das aber nicht, dass die Produkte abgesetzt werden müssen. Im Gegenteil: Etwas das funktioniert, kann man gerne auch weiterverwenden und muss nicht zwangsläufig wechseln.

4. Bio-Produkte sind die bessere Wahl für die Haut

Bio-Produkte sind nicht zwangsläufig besser für die Haut, denn auch sie enthalten Inhaltsstoffe, wie verschiedene Essenzen, Öle und Wirkstoffe, die die Haut reizen oder zu allergischen Reaktionen führen können. Deswegen ist es sinnvoll vor der Entscheidung zu klären, welche Inhaltsstoffe man verträgt und welche nicht. Synthetische Pflege kann nämlich auch effektiv und dabei trotzdem sehr sanft zu Haut sein.

5. Die Ursache für Falten ist eine trockene Haut

Eine trockene Haut sorgt dafür, dass die bereits vorhandenen Falten stärker zum Vorschein treten. Sie sorgt aber nicht dafür, dass sie entstehen. Für die Faltenbildung ist hauptsächlich UV-Strahlung verantwortlich, weshalb es sinnvoll ist, immer an einen guten Sonnenschutz zu denken. Aber auch Östrogenverlust, genetische Veranlagung und Fettverlust wirken sich auf die Entstehung von Falten aus.