Psychologie5 Psycho-Tricks für die Gesundheit

5 Psycho-Tricks für Gesundheit
Es müssen nicht immer Medikamente sein: einige Psycho-Tricks stärken Körper und Immunsystem
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Inhalt
  1. Allergien mit Fröhlichkeit bekämpfen
  2. Wunden mit Hilfsbereitschaft heilen
  3. Herzleiden mit Optimismus verhindern
  4. Muskelwachstum durch Nachdenklichkeit anregen
  5. Leben mit Glauben verlängern

Ob Allergien, Wunden oder Herzschmerzen: Mit der richtigen psychischen Einstellung kann man sein Immunsystem effektiv stärken. 5 Tricks.

 

Allergien mit Fröhlichkeit bekämpfen

Allergien schränken uns im Alltag oft ein: ob durch den Verzicht auf Lebensmittel oder die Gefangenschaft während der Pollenflüge oder Sonnentage. Dabei kann man die Immunkrankheit ganz einfach lindern: durch Fröhlichkeit!

Japanische Wissenschaftler setzten Allergiker vor den Fernseher. Ein Teil musste sich einen ernsten Film ansehen, der andere Tel der Studienteilnehmer dagegen einen fröhlichen. Schnell zeigte sich: Die Zuschauer der ernsten Filme mussten viel öfter Niesen, als die Zuschauer der Komödie. Der Grund dafür ist so schön wie bekannt: Lachen stärkt bewiesenermaßen das Immunsystem!

Wer an Allergien leidet, sollte also schleunigst mehr Fröhlichkeit in seinen Alltag einbauen! Wie wäre es mit Comedy-Serien und Komödien? Oder einem lustigen Mädelsabend, bei dem man über die Vergangenheit lacht?

 

Wunden mit Hilfsbereitschaft heilen

Wer kennt es nicht: Da will man eine Avocado zerteilen und schneidet sich in die Hand. Oder man verbrennt sich beim Grillen den Finger. Oder fällt vom Fahrrad. Alles schon passiert. Sicher hilft in erster Linie, die Wunde zu reinigen und mit einem Pflaster bzw. Verband zu verarzten. Wer allerdings jetzt wütend (auf das Messer, den Grill, das Fahrrad, sich selbst...) wird, verzögert nur die Wundheilung!

Besser ist es, ab jetzt hilfsbereiter zu sein. Warum? Durch das Vollbringen guter Taten wird Zytokin, ein bestimmtes Protein, freigesetzt, das die Neubildung von Zellen anregt. Für unsere Wunde heißt das: Sie heilt durch unsere Freundlichkeit schneller ab!

Wer die Wundheilung also ankurbeln möchte, sollte die Avocado dringend mit der Freundin teilen, beim Grillen den Mann mit dem größten Steak überraschen und dem Fahrrad wohlwollend verzeihen. Auch für andere die Türen öffnen, Taschen tragen oder Rücken massieren kann bei Wehwehchen Abhilfe verschaffen. Na dann mal los!

 

Herzleiden mit Optimismus verhindern

Wer Herzkrankheiten zuvorkommen möchte, der sollte weniger düster durchs Leben gehen. Eine niederländische Studie ergab, dass Optimisten ein um 55 Prozent (!) niedrigeres Risiko haben, an einer Herzkrankheit zu sterben, als Pessimisten. Der Grund ist einleuchtend: Wer mit einer negativen Einstellung durchs Leben geht, ist gestresster - und belastet dadurch nachweislich sein Herz-Kreislauf-System.

Jetzt ist es für knallharte Pessimisten sicherlich nicht einfach, von jetzt auf gleich zum Optimisten zu mutieren. Dennoch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Man kann ja klein anfangen und jeden Abend 3 schöne Dinge aufschreiben, die einem am Tag wiederfahren sind. Oder wie wäre es mit einer Top-5-Liste, worauf man sich zum kommenden Wochenende freut?

 

Muskelwachstum durch Nachdenklichkeit anregen

Wer sich einen Muskel gezerrt hat oder abnehmen möchte, muss vor allem eins tun: intensiv an eine bestimmte Sportübung denken! Das hat zumindest eine Studie der Cleveland Clinic in Ohio (USA) herausgefunden. Probanden, die drei Monate lang täglich nur in Gedanken (!) Bizepsübungen machten, bekamen 13 Prozent (!) mehr Muskelmasse als die Kontrollgruppe, die weder Sport trieb noch an Sport dachte.

Für wen diese spezielle Form des Kopf-Sports eine Option ist, kann wie folgt vorgehen: Jeden Tag für 15 Minuten konzentriert an eine Sportübung denken (z.B. Sit-Ups). Dabei genau an die Bewegungsabläufe, den Druck und die Muskel-Streckung denken.

 

Leben mit Glauben verlängern

Wer einer Religion folgt - ganz gleich ob Christentum, Judentum, Islam oder Buddhismus - lebt wohl durchschnittlich 7 Jahre (!) länger als unreligiöse Menschen. Das jedenfalls wollen Forscher der University of Cleveland festgestellt haben.

Die Begründung ist - Achtung, Wortwitz! - einleuchtend: Gläubige haben gesündere Lebensgewohnheiten, leiden seltener an Diabetes, Infektionen und Atemwegserkrankungen als Ungläubige.

Wer Atheist ist und sich nun ungerecht behandelt fühlt, sollte in Betracht ziehen, dass die gesünderen Lebensgewohnheiten nicht zwangsläufig an eine Religion gebunden sind. Wer auf Alkohol verzichtet (z.B. wie es der Islam vorschreibt), sich nicht stressen lässt (z.B. wie im Buddhismus beschrieben) und gelegentlich fastet (wie z.B. Christen vor Ostern), tut seiner Gesundheit ebenfalls etwas Gutes - auch ohne einer Religion anzugehören.

 

(ww7)

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