Ratgeber7 Dinge, die Du in den Wechseljahren für ein bessers Wohlbefinden tun solltest

Die Wechseljahre sind sowohl körperlich als auch seelisch eine echte Herausforderung für das Wohlbefinden einer Frau. Umso wichtiger ist es ein paar unterstützende Maßnahmen in der Hinterhand zu haben, die das Leben in dieser Phase etwas angenehmer machen.

Hormonelle Umstellungen sind für den Körper eine echte Herausforderung. Das zeigt sich schon früh in der Pubertät. Die Wechseljahre sind in dieser Hinsicht die zweite große Herausforderung für den Körper einer Frau und oft mit diversen Begleiterscheinungen verbunden.

Die Ausprägungen sind dabei sehr individuell und jede Frau empfindet diesen Lebensabschnitt anders. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Tipps, die Frauen in den Wechseljahren für ein besseres Wohlergehen berücksichtigen können.  

1. Hitzewallungen akzeptieren

Schweißausbrüche bringen viele Frauen in große Verlegenheit - besonders dann, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Der Versuch die Hitzewallungen zu verstecken sorgt allerdings für noch viel mehr Stress. Durch die Nervosität wird Adrenalin ausgeschüttet, was die Schweißproduktion noch mehr anregt. Besser ist es die Hitzewallungen hinzunehmen und - wenn möglich - kurz vor die Tür an die frische Luft zu gehen. Eine natürliche und hormonfreie Hilfe zur Reduktion der Hitzeschübe können pflanzliche Arzneimittel z. B. aus der Traubensilberkerze bieten.

2. Bewusst genießen

In den Wechseljahren stellt sich der Stoffwechsel um, weshalb Fett besonders schnell gespeichert, aber im Gegenzug auch deutlich langsamer abgebaut wird. Ungewollte Extrapfunde winken da leider ziemlich schnell. Deshalb ist es sinnvoll auf eine bewusste Ernährung zu achten. Aus zwei Stücken von der geliebten Sahnetorte in der Woche sollte beispielsweise eins werden, was dafür umso bewusster genossen wird.

3. Feuchtigkeitsspeicher auffüllen

Generell sollten wir immer ausreichend trinken - mindestens zwei Liter pro Tag. In den Wechseljahren gilt das noch viel mehr, um den Stoffwechsel in Schwung zu halten. Am besten eignen sich Wasser, Tee und Schorlen. Auch der Haut tut das sehr gut, denn mit zunehmenden Alter fällt es ihr schwer Feuchtigkeit zu speichern, weshalb sie schnell zu Trockenheit neigt. 

4. Sex genießen

Frauen in den Wechseljahren neigen dazu, sich sexuell zurückzuziehen. Gründe dafür sind eine zunehmende Scheidentrockenheit und manchmal auch eine leichte Blasenschwäche. Das alles ist total natürlich und sollte kein Grund dafür sein, den Sex mit dem Liebsten nicht mehr zu genießen. Eine feuchtigkeitsspendende Feuchtcreme mit Hamamelis und offene Worte gegenüber dem Partner können sehr hilfreich sein, um die Situation zu entspannen.

5. Ausreichend schlafen

Die Wechseljahre sind für viele Frauen mit schlaflosen Nächten verbunden. Das liegt einerseits an der körperlichen Umstellung, aber eben auch an seelischen Problemen, die oft mit dieser Zeit verbunden sind. Der Schlafmangel kann auf Dauer sehr kräftezehrend sein. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten trotzdem ausreichend Schlaf zubekommen. So kann es z. B. hilfreich sein am Abend erst dann ins Bett zu gehen, wenn bereits eine große Müdigkeit da ist, um sich nicht ewig von einer auf die andere Seite zu wälzen. Wer nachts zu starkem Schwitzen neigt, kann eine Wechselbettwäsche bereitlegen, um schnell wieder für ein angenehmes Bettgefühl sorgen zu können. Meditation am Abend vor dem zu Bett gehen, kann ebenfalls eine Lösung für das Problem der Schlaflosigkeit sein.

6. Sport treiben

Wer es nicht sowieso schon tut, sollte versuchen mehr Bewegung in den Alltag einzubauen - sei es ein kleiner Spaziergang oder etwas Nordic Walking. Das tut dem Stoffwechsel gut und kann sich auch positiv auf Schlafstörungen auswirken.

7. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Gerade in den Wechseljahren ist es für Frauen aufgrund der hormonellen Veränderung wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. So sollte alle zwei Jahre ein Mammografietermin zur Früherkennung wahrgenommen werden. Das Gleiche gilt für Brust- und Gebärmutterhaltskrebs-Vorsorgeuntersuchungen. Auch wichtig: Blut- und Cholesterinwerte in regelmäßigen Abständen vom Hausarzt checken lassen. 

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