Wahr oder falsch?7 Mythen rund ums Joggen

10 Mythen rund ums Joggen
Foto: iStock // bogdankosanovic

Jeder hat wohl den einen oder anderen Mythos im Kopf, wenn er über das Joggen nachdenkt. Und so mancher Trugschluss hält sich hartnäckig in den Köpfen. Zeit, sich diesen Kuriositäten anzunehmen und mit ihnen aufzuräumen.

1. Die Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minunten ein

Der Körper zieht seine Energie meistens parallel aus zwei Energiequellen und zwar zum einen aus den Fettzellen und zum anderen aus dem Kohlenhydratstoffwechsel. Völlig egal ist dabei, ob sich der Körper bewegt oder in Ruhe befindet. Einzig und allein die Menge der verbrannten Kalorien unterscheidet sich, denn je nachdem wie lange Du Dich bewegst, wird mehr Fett oder Zucker - also Kohlenhydrate - verbrannt. Fett ist aber ausnahmslos immer dabei. Das heißt, dass es selbst dann etwas bringt, wenn Du Dich für eine kurze Laufrunde entscheidest.

2. Joggen auf asphaltierten Strecken schadet den Gelenken

Klingt im ersten Moment logisch, aber tatsächlich konnten Wissenschaftler in keiner Studie nachweisen, dass ein Lauf auf Asphalt schlecht für die Gelenke ist. Hinzu kommt, dass Asphaltläufer nur sehr selten über Gelenkschmerzen klagen und sogar Spitzenläufer teilweise auf eine Dämpfung bei ihren Schuhen verzichten. Dieses Phänomen erklärt sich damit, dass sich die Knorpelschicht der Belastung anpasst und dicker wird und damit Läufer einen viel dickeren Knorpel haben als Nicht-Läufer. Und die trainierte Beinmuskulatur federt natürlich auch noch so Einiges ab.

3. Läufer sind schlauer

Es heißt, dass Läufer aufgrund einer erhöhten Durchblutung schlauer sind als Menschen, die sportlich nicht aktiv sind. Wer Sport treibt, unterstützt sein Gehirn tatsächlich dabei effektiver zu arbeiten. Konzentrationsfähigkeit, Stimmung und auch das visuell-räumliche Gedächtnis verbessern sich bereits nach einem konsequenten Training über sechs Wochen.

4. Joggen ist schlecht für den Rücken

Die Denke, dass regelmäßiges Joggen der Rückenmuskulatur schadet, ist schlicht und ergreifend falsch. Beim Laufen sind über zwei Drittel des Körpers in Bewegung und auch der Rücken profitiert von den Bewegungsabläufen. Es ist sogar bewiesen, dass Läufer tatsächlich seltener unter Gelenk- und Rückenproblemen leiden als Menschen, die nicht joggen.

5. Wer Kaffee trinkt, kann schneller laufen

Ein ordentlicher Energiekick in Form von Kaffee oder Energiedrink vor der großen Laufrunde, um schneller durchstarten zu können? Besser nicht, denn beim Sport benötigt der Körper vermehrt Sauerstoff und Koffein sorgt dafür, dass bis zu einem Fünftel weniger Blut durch die Adern gepumpt wird. Das heißt, wer nicht völlig außer Atem im Ziel ankommen möchte, der sollte auf aufputschende Getränke mit Koffein vorab lieber verzichten.

6. Dehnen hilft gegen Muskelkater

Dehnübungen schützen leider nicht immer vor einem schmerzhaften Muskelkater. Die Spannung der Muskulatur beim Dehnen kann die Symptome des Muskelkaters sogar noch verschlimmern, weil es bei einer zu übertriebenen Ausführung zu Mikroverletzungen an der Muskulatur kommen kann. Gegen ein leichtes Aufwärmprogramm und sanftes und behutsames Dehnen ist hingegen nichts einzuwenden.

7. Laufen ist bessr als Krafttraining

Die Natur hat den Menschen mit verschiedenen Muskelfasern ausgestattet, die sich entweder für Ausdauer oder Kraft eignen. Im harmonischen Zusammenspiel können sie sich optimal entfalten. Deswegen ist es gut, immer beide Muskelarten zu trainieren. Positiver Nebeneffekt des Kraftrainings: gut ausgebildete Muskeln stabilisieren die Gelenke bei längeren Laufstrecken.

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