Raus aus Hartz IV800.000 Langzeitarbeitslose sollen Job-Zuschüsse erhalten

Raus aus Hartz IV, rein in die Welt: Die Regierung plant große Dinge mit Langzeitarbeitslosen. Diese sollen nämlich nun bezuschusst werden, damit sie kein Hartz IV mehr bekommen müssen. Das kostet jedoch viel Geld.

In einem Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sollen Langzeitarbeitslose künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen. 800.000 Menschen könnten davon profitieren. Rein rechnerisch soll die Bundesregierung dafür durchschnittlich 24.000 Euro jährlich investieren. Fünf Jahre lang erhalten Betroffene einen Zuschuss – die ersten zwei Jahre in Höhe des Mindestlohns. Anschließend sollen der Zuschuss prozentual um zehn Prozent sinken, um darauf hinzuarbeiten, dass sie in diesen Jobs bleiben können und kein Hartz IV mehr beziehen müssen. Das hilft aus Hartz IV herauszukommen und wieder an der Arbeitswelt teilzunehmen – und somit auch an dem gesellschaftlichen Leben. Allerdings steht dieses Konzept stark in der Kritik.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, fordert, dass die Betroffenen nach Tarif bezahlt werden, schreibt der Tagesspiegel. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht das so. Tarifgebundene kommunale Unternehmen könnten die Differenz nicht selbst zahlen wollen, was für das Konzept problematisch werden könnte. Für mehr Erfolgschancen könnte des Weiteren eine Begleitung der Betroffenen sorgen. Das forderte Karl-Josef Laumann, der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, schreibt Focus Online.

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