UrteilAachen: Mann streute Rohrreiniger auf Spielplätze - er muss in Psychiatrie

Ein 53-Jähriger hatte im Sommer 2017 Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen verteilt. Fünf Kinder erlitten Verätzungen. Der Mann wurde jetzt verurteilt und muss in eine Psychiatrie

Drei Mal verteilte er letztes Jahr ätzenden Rohrreiniger auf dem Spielplatz gegenüber seiner Wohnung, jeweils einmal an zwei Grillplätzen. Fünf Kinder erlitten Verätzungen, weil sie mit der Chemikalie in Berührung gekommen waren. Der Aachener fühlte sich durch die Geräusche von Nachbarn und Kindern gestört und wollte seine Ruhe. Er hörte sie - vermutlich aufgrund einer psychischen Krankheit - seinen Namen rufen. Mit Hilfe einer Fotofalle konnte er im September 2017 festgenommen werden. Nachbarn erkannten den Mann auf entsprechenden Bildern, die ihn beim Verteilen des Rohrreinigers auf einer Kinderschaukel und einem Klettergerüst zeigten. Er wurde wegen versuchten Mordes festgenommen.

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Täter handelte in Wahnvorstellung

Nun wurde der 53-Jährige vom Aachener Landgericht zu einer Haftstrafe in einer Psychiatrie verurteilt. Von ihm gehe eine "erhebliche Gefährlichkeit" aus. Der Täter habe in einer Wahnvorstellung gehandelt. Er habe sich von den Kindern "existenziell bedroht" gefühlt. Daher stufte ihn der vorsitzende Richter Roland Klösgen als schuldunfähig ein. 

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