GeldAb Januar 2018: Netto-Gehalt steigt an!

Ab der Januar-Gehaltsabrechnung haben alle mehr Geld in der Tasche. Entlastungen sorgen für ein höheres Netto - allerdings nicht bei allen Gehaltsklassen.

Inhalt
  1. Höherer Grundfreibetrag
  2. Spitzensteuersatz erst bei höherem Einkommen
  3. Mehr Kindergeld
  4. Weniger Sozialversicherung

Ab diesem Jahr bleibt einigen Arbeitnehmern mehr Geld netto übrig. Am meisten profitieren diejenigen, die monatlich zwischen 3.000 und 6.000 Euro brutto verdienen.

Im Detail ändert sich folgendes:

 

Höherer Grundfreibetrag

  • Der Grundfreibetrag steigt um 180 Euro an, liegt jetzt also bei 9.000 Euro. Einkünfte bleiben bis zu diesem Betrag steuerfrei.
  • Monatsgehälter unter 6.500 Euro brutto, geben weniger für die Rentenversicherung ab (s.u.).
 

Spitzensteuersatz erst bei höherem Einkommen

  • Der Staat verschiebt die Steuertarife, die Inflationsrate liegt bei 1,65 Prozent.
  • Der Spitzensteuersatz greift somit erst bei höherem Einkommen als bisher. Bei Ledigen gilt: Erst ab einem Jahreseinkommen von 54.950 Euro müssen sie den Spitzensteuersatz zahlen (davor: ab 54.058 Euro). Für Verheiratete gelten jeweils doppelte Beträge.
 

Mehr Kindergeld

  • Das Kindergeld steigt ab diesem Monat um 2 Euro pro Kind auf 194 Euro.
  • Der Kinderfreibetrag erhöht sich um 36 Euro pro Elternteil (insgesamt 72 Euro). Für das Jahr 2018 kommt ein Elternpaar somit auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von 7.428 Euro.
 

Weniger Sozialversicherung

  • Der Rentenversicherungsbeitrag sinkt im Jahr 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Besserverdiener (West: ab 6.500 Euro brutto, Ost: ab 5.800 Euro brutto) müssen etwas höhere Rentenversicherungsbeträge zahlen.
  • Der Zusatzbeitrag bei der Krankenkasse sinkt für Arbeitnehmer durchschnittlich von 1,1 auf 1,0 Prozent.

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(ww7)

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