UrteilAbtreibungspille ins Essen gemischt – Täter kommt mit Bewährung davon

Er soll seiner Freundin eine Abtreibungspille ins Essen gemischt haben. Jetzt ist das Urteil gefallen – der Täter bekommt nur eine Bewährungsstrafe. Wie kann das sein?

Ein Jahr und drei Monate Freiheitsstrafe. Das droht einem Mann, der seiner Freundin während der Schwangerschaft heimlich das als Abtreibungspille bekannte Medikament Mifegyne unter das Essen gemischt haben soll. Doch der Täter ist weiter auf freiem Fuß – denn die Strafe wurde nur auf Bewährung verhängt.

Das milde Urteil begründete das Amtsgericht Ansbach mit einem Mangel an Beweisen. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr Freiheitsstrafe gefordert – ohne Bewährung. Doch obwohl sich der Besitz der Abtreibungspille zwar nachweisen ließ, fehlten die Beweise dafür, dass der Täter sie auch tatsächlich ins Essen seiner Freundin gemischt hatte.

Der Angeklagte bestritt die Tat. In einer Haarprobe der Freundin konnte das Medikament jedoch eindeutig nachgewiesen werden. Die Theorie des Täters: Seine Ex-Freundin soll die Abtreibungspille der werdenden Mutter aus Eifersucht beigemischt haben.

Die Tat ereignete sich bereits im Sommer 2016. Da die Freundin des 31-Jährigen jedoch nur einen Teil des Essens zu sich nahm, kam es nicht zum Schwangerschaftsabbruch. Im September 2016 brachte die Frau ihr Kind zur Welt. Aufgrund von Herz-Kreislauf-Problem muss das Baby im Schlaf überwacht werden, ob ein Zusammenhand zur Abtreibungspille besteht, ist unklar.

Mehr Tipps, Rezepte und Infos von WUNDERWEIB bekommst du direkt auf dein Handy mit unserem What‘s App Newsletter

Weiterlesen:

 

Kategorien: