Hungertod wegen VernachlässigungAdoptivmutter lässt Tochter zu Tode verhungern - dreifache lebenslange Haftstrafe

Nicole Finn und ihr damaliger Mann Joseph Finn II ließen ihre 16-jährige Tochter Nathalie grausam verhungern. Sie starb an einer Herzattacke. Auch ihre beiden Geschwister wurden misshandelt und waren unterernährt. Die Adoptivmutter wurde nun verurteilt.

+++Update+++

Adoptivmutter Nicole Finn wurde jetzt zu drei Mal lebenslanger Haft wegen Mordes durch Verhungern und Entführung der Kinder verurteilt. Der Kontakt zu den beiden anderen Kindern wurde ihr verboten. Der Prozess von Joseph Finn II beginnt am 30. April. Richterin Karen Romano sagte in ihrem Urteilsspruch, sie könne sich nicht vorstellen, „was für ein geistiges Trauma die Kinder erlitten haben“.

Im Zuge des Prozesses wurden noch mehr grauenvolle Details bekannt. Die Kinder mussten bei Durst aus der Toilette trinken, sind aus Verzweiflung durch das Fenster geklettert und hätten bei Nachbarn nach Essen gefragt. Nicole und Joseph Finn II mauerten daraufhin die Fenster des Zimmers ohne Möbel zu. Dort soll es laut Aussage eines Polizisten nach menschlichem und tierischem Abfall gerochen haben, der Boden mit Urin bedeckt gewesen sein. Nur selten durften die Kinder den Raum verlassen.

Die Staatsanwaltschaft warf der 43-jährigen Finn vor, sich mehr um ihre Hunde und Katzen, als um ihre Kinder gekümmert zu haben. Nach Aussage des Sohnes Jaden, soll die Adoptivmutter ihre Tochter Nathalie kurz vor ihrem Tod mit den Worten „da du nicht aufstehst, werde ich dich auch nicht füttern“ angeschrien haben. Kurz danach ist Nathalie, die nur noch 38 Kilogramm wog, wegen einer Herzattacke im Badezimmer zusammengebrochen und starb. Laut Polizei hatte sie eine schmutzige Windel an. Finn habe sogar noch 15 Minuten gewartet, bis sie den Notarzt rief.

Besonders tragisch: Schulbeamte waren auf die abgemagerte Nathalie aufmerksam geworden und informierten die staatliche Kinderschutzbehörde. Die Kinder sollten in Obhut genommen und die Eltern überwacht werden. Doch dazu kam es nie. Ein Mitarbeiter der Behörde ist für das Versäumnis gefeuert worden. 

+++Update+++

In Des Moines, Iowa, USA wurde eine 16-Jährige von ihren Eltern misshandelt und zu Tode gequält. Das Mädchen wurde zu Hause eingesperrt; saubere Kleidung, Nahrung und medizinische Versorgung wurde ihm verweigert. Am 24. Oktober starb die 16-jährige Natalie Finn schließlich an Herzversagen durch Unterernährung. 

Die Eltern, Nicole Marie Finn, 42 und Joseph Michael Finn, 45, wurden nach dieser Diagnose polizeilich untersucht, wobei es zu dem Urteil kam, dass Natalie Finn "absichtlich, vorsätzlich, ganz bewusst mit Vorsatz und Böswilligkeit" umgebracht wurde. Die Eltern werden desweiteren beschuldigt, Natalie und ihre beiden Geschwister, ein 14-jähriges Mädchen und einen 15-jährigen Jungen, zu Hause eingesperrt zu haben. 

Eltern Natalie Finn
Die Eltern von Natalie müssen sich nun vor dem Gericht verantworten.
Foto: KCCI

Neben physischen Schäden wurden auch emotionale und mentale Schäden an den drei Kindern verübt; alle drei Kinder zeigten körperliche oder geistige Behinderungen. Bei Natalie fiel die Misshandlung jedoch am meisten auf, weil sie wiederholt die Nachbarn um Nahrung für sich und ihre beiden Geschwister fragte. 

Die Eltern müssen sich nun wegen Kidnapping, Vernachlässigung einer abhängigen Person und Kindesgefährdung verantworten.

Nicole Finn wird zudem wegen Kindsmord angeklagt. 

Kategorien: