SchweineseucheAfrikanische Schweinepest breitet sich in Europa aus

Die Afrikanische Schweinepest könnte auch Deutschland erreichen. Momentan breitet sich das Virus in Europa aus – was muss ich über die Schweinepest wissen?

Inhalt
  1. Es gibt weder Impfungen, noch Medikamente
  2. Bundesländer bereiten sich auf die Afrikanische Schweinepest vor
  3. Ist die Afrikanische Schweinepest für den Menschen gefährlich?

Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, breitet sich aktuell in Europa aus. Bereits im Sommer wurden in Tschechien die ersten Fälle gemeldet – die Seuche ist somit nicht mehr weit von Deutschland entfernt. Landwirte sind alarmiert, das Friedrich-Löffler-Institut hat die Risikoeinschätzung angepasst.

Jetzt soll die Seuche noch näher rücken. Das bestätigte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Sollte die Afrikanische Schweinepest tatsächlich in Deutschland ausbrechen, befürchten Bauern eine wirtschaftliche Katastrophe. 

Ursprünglich trat die Afrikanische Schweinepest nur in Afrika auf. Seit 2007 breitet sie sich jedoch vermehrt in Europa aus. Immer wieder treten Fälle in den Baltischen Staaten, der Ukraine, Polen, Russland und jetzt auch in Tschechien auf.

 

Es gibt weder Impfungen, noch Medikamente

Betroffen sind Wild- und Hausschweine. Da es noch keine Impfung oder Therapie für die Afrikanische Schweinepest gibt, endet sie für die Tiere tödlich. Infizierte Schweine bekommen zunächst Fieber, dann verschlechtert sich ihr Zustand bis zum Tod. Durch die gute Infrastruktur zwischen europäischen Ländern steigt das Risiko der Einschleppung. 

Das Friedrich-Löffler-Institut hatte bereits Mitte Juli als Reaktion auf die Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Tschechien die Risikobewertung geändert und als hoch eingestuft. Es bestehe mittlerweile ein hohes Risiko, dass nicht nur infizierte Lebendtiere, sondern auch kontaminiertes Fleisch und Fleischerzeugnisse nach Deutschland eingeschleppt werden.

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest wäre für viele Landwirte existenzbedrohend. Wäre nur ein Tier in einem Betrieb erkrankt, müsste aufgrund der Ansteckung und mangelnder Medikamente der gesamte Bestand geschlachtet werden. Deutschland ist einer der wichtigsten Fleischlieferanten. Im Jahr 2015 wurden insgesamt über 1,7 Millionen Tonnen Schweinefleisch exportiert. Diese Einnahmequelle würde vollständig wegfallen, wenn sich die Seuche verbreitet.

 

Bundesländer bereiten sich auf die Afrikanische Schweinepest vor

Niedersachsen bereitet sich bereits auf einen Ausbruch der Schweinepest vor. Zudem wurden Vorsichtsmaßnahmen veröffentlicht. Beispielsweise sollten keine Fleischerzeugnisse aus betroffenen Ländern mitgebracht werden. Die größte Übertragungsgefahr geht zudem von weggeworfenen Fleischresten aus. Bei Picknicken in der Natur sollten alle Reste stets wieder mitgenommen werden.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde als Reaktion nun eine Abschussprämie für Wildschweine beschlossen. Der Bestand der Wildtiere soll vorbeugend reduziert werden.

 

Ist die Afrikanische Schweinepest für den Menschen gefährlich?

Für den Menschen ist die Schweinepest ungefährlich – es handelt sich um eine reine Tierseuche. Für Schweine endet die Afrikanische Schweinepest jedoch tödlich. Sollte die hoch ansteckende Krankheit bei einem Tier festgestellt werden, muss ein Sperrbezirk festgelegt werden. Da es kein wirksames Medikament gegen die Seuche gibt, liegt die einzige Möglichkeit zur Verhinderung der Weiterverbreitung derzeit in der Tötung gesamter Bestände.

Im Video: 7 Tipps gegen Fieber

 

(ww4)