Reise-NewsAir Berlin: Pleite! Fluggesellschaft meldet Insolvenz an

Endgültig zu tief in den roten Zahlen: Die seit Jahren angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat Insolvenz angemeldet. Was jetzt mit Air Berlin passiert.

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Insolvenzantrag gestellt.
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Insolvenzantrag gestellt.
Foto: iStock

 

 

Fluggesellschaft Air Berlin meldet Insolvenz an

Zu lange ging es in den Bilanzen nur bergab: Air Berlin hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Hauptaktionär Ethiad hat endgültig seine finanzielle Unterstützung gestrichen. Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass für Air Berlin „keine positive Fortbestehungsprognose mehr besteht“, teilte das Unternehmen heute mit.

Trotz Insolvenz soll der Flugbetrieb aber erstmal fortgeführt werden. Die Bundesregierung unterstützt die Fluggesellschaft dabei mit einem Übergangskredit.

Was hingegen mit den zahlreichen Schadenersatzforderungen geschieht, die Kunden in den letzten Jahren an Air Berlin gestellt haben, etwa wegen ausgefallener Flüge oder nicht beziehungsweise zu spät gelieferten Gepäckstücken, ist noch nicht bekannt. Air Berlin ist dafür bekannt, solche Schadensersatzforderungen so lange als möglich auf die lange Bank zu schieben, bis die Kunden entweder genervt aufgeben oder aber vor Gericht ziehen.

Schon seit 2008 schreibt Air Berlin rote Zahlen. Im Jahr 2016 bilanzierte die Fluggesellschaft einen Rekordverlust von 780 Millionen Euro. Insgesamt ist das Unternehmen durch einen Schuldenberg von rund 1,2 Milliarden Euro belastet, berichtet der Spiegel.

 

Was die Insolvenz für die Kunden von Air Berlin bedeutet

Air Berlin schreibt auf seiner Internetseite zu den nächsten Schritten:

"Die Bundesregierung, die Lufthansa und weitere Partner unterstützen die airberlin bei ihren Restrukturierungsbemühungen. Die Bundesregierung unterstützt airberlin mit einem Brückenkredit, um den Flugbetrieb auch langfristig aufrecht zu erhalten. Das bedeutet:

  • Alle Flüge der airberlin und NIKI finden weiterhin statt
  • Die Flugpläne bleiben gültig
  • Gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit
  • Alle Flüge sind weiterhin buchbar

Die Verhandlungen mit Lufthansa und weiteren Partnern zum Erwerb von Betriebsteilen der airberlin sind weit fortgeschritten und verlaufen erfolgsversprechend. Diese Verhandlungen können zeitnah finalisiert werden.

Thomas Winkelmann, CEO airberlin: „Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.“

 

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