Aufgrund neuer LieferverträgeAldi: Diese Produkte werden jetzt teurer

Aldi Nord hat die Preise für Milch und Mehl erhöht. Damit werden die Folgen der Dürre nun auch in unseren Portemonnaies bemerkbar. Die Preise für Butter sind hingegen gesunken.

Der Discounter Aldi Nord hat die Preise von einigen Produkten erhöht. Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen Aldi Süd gibt der Discounter den Takt vor, denn an den Aldi-Preisen orientieren sich erfahrungsgemäß viele Lebensmittelhändler.

 

Sommerdürre hat ihre Folgen

Zum 1. November 2018 gelten neue Halbjahreslieferverträge mit neuen Preisen zwischen Aldi Nord und den Molkereien. Der Hitzesommer mit seiner anhaltenden Dürre hat die Landwirte hart getroffen und es gab jede Menge Ernteausfälle, die hohe Kosten verursacht haben. Diese müssen jetzt durch steigende Preise auf die Endprodukte gedeckt werden. Damit werden die Folgen des Hitzesommers erstmals auch in den Verbraucherhaushalten spürbar, allerdings nur geringfügig.  

Bei H-Milch hat Aldi Nord den Preis um einen Cent pro Liter erhöht. Somit kostet ein Liter mit 3,5 Prozent Fett jetzt 70 Cent und H-Milch mit 1,5 Prozent Fett 62 Cent. Auch Kondensmilch wurde einen Cent teurer.

Bei Weizenmehl aus der untersten Preislage wurde der Preis pro Kilo um vier Cent angehoben. Damit kostet eine entsprechende Packung nun 39 Cent. Das sind gut elf Prozent mehr als zuvor. Das ist allerdings kein Rekordwert.  Laut den Marktbeobachtern von LZ Retailytics kostete von 2011 bis 2013 Mehl aus derselben Preisklasse 45 Cent je Kilogramm. "Die Dürre hat zwar Auswirkungen. Eine regelrechte Preisexplosion hat es aber nicht gegeben", sagte Analyst Matthias Queck der Deutschen Presse-Agentur.

 

Butter wird günstiger

Zeitgleich wurde aber auch Butter um zehn Cent pro Packung günstiger. Die Deutsche Markenbutter kostet damit bei Aldi jetzt 1,69 Euro. Für Butter gelten allerdings Monatsverträge, der Preis kann sich also schnell wieder ändern.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter warnt allerdings davor, dass die Verbraucher durchaus noch weitere Auswirkungen der höheren Futtermittelpreise im Laufe des Winters bemerken werden. Denn dann sind die Vorräte und eigenen Ernten meist erschöpft und Nachschub muss teuer eingekauft werden.

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