Kampf gegen PlastikAldi: Plastiktüten für Obst & Gemüse kosten jetzt Geld

Bei Aldi kosten Plastiktüten für Obst und Gemüse künftig Geld. Damit reagiert der Discounter auf den hohen Verbrauch der Kunststoffbeutel in Supermärkten. 

Ganze drei Milliarden Plastikbeutel haben wir Deutschen im Jahr 2018 verbraucht, um unser Obst und Gemüse zu verpacken. Weil die Deutschen 2018  pro Person 37 Beutel pro Jahr verbrauchten (mehr als 2015 oder 2016), zog Aldi nun Konsequenzen: Aldi Süd und Nord bieten ab jetzt nur noch kostenpflichtige Minitüten an. 

Wie die ,Süddeutsche Zeitung' berichtet, verlangt die Discountkette pro Beutel einen Cent. Dies sei laut Aldi ein "symbolischer Preis". Die sogenannten Knoten- oder Hemdchenbeutel sollen außerdem ab Sommer 2019 aus Bioplastik gefertigt sein. Dies wird aus Zuckerrohrresten hergestellt, was den Rohstoff Erdöl einspart. Zudem plant Aldi, als Plastikalternative ab Herbst 2019 wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse kostenpflichtig anzubieten

Aldi: Plastiktüten für Obst & Gemüse kosten jetzt Geld
Für Obst-Plastiktüten von Aldi müssen wir ab jetzt einen Cent bezahlen - oder sie besser erst gar nicht benutzen.
Foto: iStock
 

Aldi: Eigenmarken-Verpackungen sollen recyclingfähig werden

Im letzten Sommer gaben Aldi Süd und Nord bekannt, dass sie in den Verpackungen ihrer Eigenmarken-Produkte bis 2025 30 Prozent weniger Plastik einsetzen wollen und bis 2022 sollen alle Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein.  

Immer mehr Supermärkte setzen sich für die Umwelt ein. So plant die Supermarktkette real, bis 2020 Plastikbeutel durch Papiertüten zu ersetzen. Doch Aldi hofft, dass noch mehr Händler nachziehen und ebenfalls Geld für die Tüten verlangen. "Denn nur durch eine branchenweite Lösung können wir bei der Reduzierung der Plastiktüte einen großen Schritt nach vorne machen", sagte eine Aldi Unternehmenssprecherin nach Informationen der ,Tagesschau'.

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