"Ich sehe euch"An alle Krankenpfleger: Mutter von krebskrankem Kind bedankt sich

Krankenpfleger kümmern sich jeden Tag um fremde Menschen. So auch um ihr krebskrankes Kind. Jetzt möchte eine Mutter „Danke“ sagen.

Shelby Skiles verbringt einen großen Teil ihres aktuellen Lebens im Krankenhaus. Denn ihre Tochter Sophia ist an Krebs erkrankt.

Die 2-Jährige leidet an einer seltenen Krebserkrankung der Lymphknoten,  dem sogenannten T-Zell-Lymphom. Dabei verändert sich eine T-Zelle, die eigentlich zur Immunabwehr gehört, krankhaft und vermehrt sich unkontrolliert. Ärzte stellten die Krankheit im Mai 2017 bei Sophia fest.  Am 6. Oktober war die Diagnose 141 Tage her – 120 davon verbrachte die Familie im Krankenhaus.

Zusammen mit ihrem Mann Jonathan ist Shelby in jeder freien Minute für ihr Kind da. Doch da gibt es noch mehr Menschen, die sich rund um die Uhr kümmern: Krankenschwestern und –pfleger. Denen möchte die Mutter danken und verfasst eine emotionale Nachricht bei Facebook, die sich an alle Pflegekräfte richtet:

 

„Liebe Kinderkrankenpfleger,

ich sehe euch. Ich sitze den ganzen Tag auf dem Sofa und ich sehe euch. Ihr versucht alles, um von mir und meinem Kind unbemerkt zu bleiben.

Ich sehe, wie sich euer Gesicht verändert, wenn sie euch sieht und weint. Ihr lasst nichts unversucht, ihre Ängste zu lindern. Ich sehe, wie ihr zögert, sie zu stechen oder Pflaster zu wechseln. Ihr sagt öfter 'Es tut mir Leid' als die meisten Menschen 'Danke' sagen.

[…] Ich sehe, wie ihr die weinende Mutter haltet, die schlechte Neuigkeiten erfährt. Ich sehe, wie ihr versucht am Computer zu arbeiten, während ihr das Baby tragt, dessen Mama nicht da sein kann.

Ihr schiebt euer eigenes Leben für 12 Stunden beiseite, um euch um schwer kranke und sterbende Kinder zu kümmern. Ihr betretet jeden Raum mit einem Lächeln, egal was passiert. […] Ihr schaut genauso oft nach mir, wie nach ihr. Ihr sitzt und hört mir jammernd zehn Minuten zu, obwohl euer Telefon klingelt und eure To-Do-Liste meilenlang ist.

Ich sehe euch winzige Hände halten, schmutzige Laken waschen, medizinische Sprache für Eltern übersetzen und eure Augen wischen, wenn ihr aus einem schwierigen Zimmer kommt. Ich sehe euch. Wir sehen euch alle. Kein Geschenkekorb oder Brief kann je ausdrücken, wie sehr wir euch schätzen. […]

Unsere Kinder würden nicht bekommen, was sie brauchen, wenn es euch nicht gäbe. Mütter wie ich würden sich ohne euch nicht gehört fühlen. Ihr rettet unsere Babys und wir würden das ohne euch nicht schaffen.

In Liebe,

eine Mutter, die alles sieht, was ihr tut und euch von ganzem Herzen dafür liebt.

Nach einer harten Zeit und extrem aggressiven Chemotherapie ist Sophia aktuell krebsfrei.  Nun wartet sie auf eine Stammzelltransplantation. Die Reise der Familie Skiles ist noch nicht vorbei, doch sie weiß, dass sie nie alleine sein wird. Dank unzähliger Pflegekräfte und Ärzte haben Jonathan, Shelby und Sophia die Hoffnung nie aufgegeben und kämpfen weiter.

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(ww4)

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