DiätAlmased muss Werbeversprechen wegen Irreführung zurücknehmen

Schlankheitspulver-Hersteller 'Almased' muss seine Werbung überarbeiten. Versprechen wie "von 75 auf 60 Kilo" sind unzulässig und gesetzeswidrig.

Es gilt als eines der bekanntesten Schlankheitspulver: Almased, eine Mischung aus verschiedenen Proteinen und Honig-Enzymen, die vielen von uns aus der Werbung bekannt ist. Dort verspricht das Produkt großzügig Diäterfolge wie "in wenigen Monaten von 75 auf 60 Kilo" und lässt das Pulver sogar von Ärzten empfehlen. Angeblich soll das Mittel sogar bei Rheuma, Osteoporose und Diabetes helfen. So heißt es in der Werbung, die nun endgültig verboten wurde.

Das Urteil, in dem es heißt, konkrete Versprechen über Dauer und Ausmaß der Gewichtsreduktion seien unzulässig, wurde bereits im April 2015 vom Landgericht Lüneburg sowie am 22. Oktober vom Oberlandesgericht in Celle ausgesprochen. Die Almased Wellnes GmbH hatte jedoch bis zuletzt versucht gegen das Urteil vor dem Bundesgerichtshof Revision einzulegen. Dieser Antrag wurde jetzt endgültig abgelehnt.

 

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Anpreisungen und Aussagen wie "aktiviert den Stoffwechsel" und "reguliert nachweislich den Blutzuckerspiegel" auf der Produktverpackung sind "absolut unseriös und unverantwortlich", wie die Verbraucherzentrale Sachsen äußerte. Diese hatte die Almased Werbung zuletzt auf Unterlassung der Werbung verklagt und die beiden letzten Urteile erstritten. Das Abnehmpulver muss zukünftig auf die wettbewerbswidrige Werbung verzichten. 

Möglich, dass man mit dem Pulver tatsächlich ein paar Kilos loswerden kann. Dies berichtet zumindest eine unserer Redakteurinnen, die den Versuch am eigenen Leib erfahren durfte. Dies ist wohl aber vor allem darauf zurückzuführen, dass während einer Almased-Diät stark kalorienreduziert "gegeseen" wird. Wer sich aber von einer derartigen Diät langfristigen Erfolg wünscht oder sogar darauf hofft, chronische Krankheiten wie Rhema zu lindern, wird damit keinen Erfolg haben und im schlimmsten Fall sogar seiner Gesundheit schaden.

 

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