Ver.di Amazon streikt - Weihnachtsgeschenke könnten zu spät ankommen

Die Gewerkschaft Ver.di hat Amazon eine Woche vor Weihnachten zum Streik aufgerufen. Bisher sind zwei Standorte betroffen - eine Ausweitung ist nicht ausgeschlossen.

In einer Woche ist Heiligabend - da freuen sich Weihnachts-Shopper, die spät dran sind, noch mal schnell bei Amazon etwas bestellen zu können. Doch die pünktliche Lieferung könnte fehlschlagen: Ver.di hat Amazon-Mitarbeiter in der Nacht zum Montag (17.12.) zum Streik aufgerufen. Zwei Standorte sind bisher betroffen: Das Versandhandelszentrum Sachsen in Leipzig soll bis zum 24.12. streiken; das Versandhandelszentrum in Werne in Nordrhein-Westfalen bis Morgenabend. 

"Es besteht die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ankommen", sagte ein Ver.di-Sprecher. Zudem sei nicht auszuschließen, dass der Streik auf weitere Standorte ausgeweitet werde. Amazon hat in Deutschland elf Logistikzentren sowie sieben Verteilzentren. Sollten alle streiken, gibt es das garantiert ein Weihnachtsgeschenke-Chaos...

 

Amazon-Streik für bessere Arbeitsbedingungen

Ver.di fordert, dass Amazon-Mitarbeiter nach den Tarifbedingungen des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden. Bisher lehnt der Online-Riese das ab und orientiert sich an der Vergütung in der Logistikbranche - das sei laut des Unternehmens üblich. 

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