Mitten in der Krise!Angela Merkel in Corona-Quarantäne - Wie es jetzt weitergeht

Bundeskanzlerin Merkel befindet sich ab sofort in häuslicher Quarantäne. Der Arzt, der sie gegen Pneumokokken geimpft hatte, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Was bedeutet das für die Bundesregierung?

Angela Merkel (65, CDU) predigt in Zeiten der Corona-Krise nicht nur von Social Distancing, zu Hause bleiben, Hände waschen & Co., sie kriegt die Einschränkungen, die SARS-CoV-2 für die Menschen bedeutet, auch in ihrer heftigsten Form am eigenen Leib zu spüren: 
Die Bundeskanzlerin befindet sich ab sofort in häuslicher Quarantäne. Sie hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten. 

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Angela Merkel bleibt zu Hause

Am Sonntagnachmittag (22. März) hatte die Bundeskanzlerin die Bevölkerung noch in einer Ansprache zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise informiert. 
Kurz danach erhielt sie selbst eine erschütternde Nachricht: Der Arzt, der sie am Freitag (20. März) prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, wurde inzwischen positiv auf Corona getestet. Für die Kanzlerin bedeutet das umgehende häusliche Quarantäne. 

Ob sich Angela Merkel wirklich mit dem Coronavirus infiziert hat, steht zum aktuellen Zeitpunkt offenbar noch nicht eindeutig fest. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte dazu: "Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre."

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Corona-Quarantäne: Und jetzt?

Was bedeutet der Corona-Verdacht bei Angela Merkel für die Bundesregierung und damit für die Bevölkerung? Zunächst einmal nichts Gravierendes. 
In den vergangenen Tagen hatte die Bundeskanzlerin ihre Pflichten sowieso schon an die Corona-Krise angeglichen und die Regierungsgeschäfte überwiegend per Telefon und über Videokonferenzen geleitet. 
Auch aus der häuslichen Quarantäne heraus wird Merkel "ihren Dienstgeschäften nachgehen", betonte Steffen Seibert. 

Sollte die Bundeskanzlerin sich mit Corona infiziert haben und aus gesundheitlichen Gründen ausfallen, regelt Paragraph 8 der Geschäftsordnung der Bundesregierung eine Vertretung. In Merkels Fall würde Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (61, SPD) kommissarisch die Dienstgeschäfte übernehmen – was er auch dann immer tut, wenn Merkel im Urlaub ist. Im Sommer 2018 durfte er zum ersten Mal das Bundeskabinett leiten.

Für den Fall, dass auch Olaf Scholz von Corona außer Gefecht gesetzt werden würde, würde einer der Bundesminister zum Stellvertreter des Stellvertreters ernannt. Das Coronavirus wird die Bundesregierung also nicht schachmatt setzen – häusliche Quarantäne für Angela Merkel hin oder her. 

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