Nach Wahldebakel bei der Hessen-WahlAngela Merkel verzichtet auf Parteivorsitz: Was bedeutet das?

Nach dem Wahl-Debakel bei der Landtagswahl in Hessen zieht Angela Merkel jetzt Konsequenzen. Sie will zukünftig auf den Parteivorsitz der CDU verzichten. 

Laut Informationen der "Bild"-Zeitung will Angela Merkel beim CDU-Parteitag im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren. Doch wer tritt Merkels Nachfolge an? Aus Regierungskreisen heißt es, dass der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz bereit sei, anstelle von Merkel für den Parteivorsitz zu kandidieren. 

 

Was bedeutet der Rücktritt von Merkel? 

Nach dem Debakel bei der Landtagswahl in Hessen, bei der die CDU gerade mal auf 27 Prozent kam (bei der Landtagswahl 2013 waren es noch 38,3 Prozent), werden die Stimmen immer lauter, dass auch Merkel und die CDU personelle Veränderungen vornehmen müssen. Und wie es aussieht, tut Angela Merkel genau das, indem sie in Zukunft auf den Parteivorsitz verzichtet. 

Doch wie geht die politische Karriere der 64-Jährigen jetzt weiter? Fakt ist, Merkel will Bundeskanzlerin bleiben, das machte sie auch nach der Wahlniederlage vom Wochenende im Präsidium deutlich. Politexperten sind von dieser Aussage jedoch überrascht, hatte Merkel in der Vergangenheit doch immer wieder betont, dass der Parteivorsitz und das Amt des Regierungschefs in eine Hand gehören. 

 

Wer tritt Merkels Nachfolge an? 

Der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz möchte offenbar für den CDU-Vorsitz kandidieren, wie es aus seinem engeren, politischen Umfeld heißt. Weitere mögliche Anwärter auf den Posten könnten CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sein. Drei weitere Bewerbungen für den Merkel-Posten liegen bereits vor, ihnen werden allerdings keine Chancen ausgerechnet. 

+++ Update: Auf einer Pressekonferenz gab Angela Merkel jetzt bekannt, dass sie nach dieser Legislaturperiode auch das Kanzleramt abgeben wird und nicht zur Wiederwahl zur Verfügung steht. 

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