Hitzewelle 2018Angst vor Waldbränden: Deutschland besitzt kein einziges Löschflugzeug

Obwohl das Risiko für Waldbrände immer weiter steigt, besitzt Deutschland kein einziges Löschflugzeug. Ist das zu verantworten?

Die Hitze und die Dürre werden immer unerträglicher. Auch die Waldbrandgefahr steigt rapide. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat sogar bereits die Warnstufe Lila ausgerufen und dabei liegt der heißeste Tag der Hitzewelle erst noch vor uns.

 

Keine Löschflugzeuge in Deutschland

Trotz des aktuell sehr hohen Risikos von Waldbränden besitzt Deutschland kein einziges Löschflugzeug. Dabei haben die Menschen in Griechenland und Schweden bereits mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen.

Deutschland besteht zu einem Drittel aus Wald, daher finden hungrige Flammen hier viel Fläche. Je trockener es wird, desto größer wird die Gefahr. Trotzdem hatten Löschflugzeuge in Deutschland bisher nicht viel zu tun und kamen nur sehr selten zum Einsatz. Bis zum Jahr 2014 waren vereinzelnd Propellermaschinen von privaten Firmen in Brandenburg stationiert. Doch auch diese wurden verkauft, da es keine Arbeit für sie gab. Seither besitzt Deutschland nur ein paar bedingt einsatzfähige Hubschrauber.

 

Brandbekämpfung ist Sache der Länder

Zudem ist die Brandbekämpfung Ländersache und den Bundesländern ist die Anschaffung schlicht zu teuer. Ob die speziellen Flieger wirklich nötig sind, oder ob die Hubschrauber reichen, können Experten nicht einstimmig entscheiden. Johann Georg Goldammer, Feuerforscher am Max-Planck-Institut für Chemie, fürchtet, dass die Gefahr unterschätzt wird. Er rät: „Die Bundesländer sollten sich für die gemeinsame Anschaffung zusammentun, um gemeinsame Finanzierung und Nutzung abzustimmen.“

Die letzten großen Waldbrände gab es in Deutschland zuletzt Mitte der 70er-Jahre in Niedersachsen.

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