Neue TherapieformAngststörung: Therapie durch Virtual Reality

Menschen, die unter einer Angststörung leiden, soll mit einer neuen Therapie geholfen werden: Mittels Virtual Reality sollen Ängste zu überwunden werden. In Bayern wird die Therapieform schon angewandt - und die Ergebnisse sind überzeugend.

Inhalt
  1. Angststörung: Krankheit mit vielen Facetten
  2. Therapie durch Expositionen
  3. Virtual Reality als Therapie gegen Angststörungen
 

Angststörung: Krankheit mit vielen Facetten

Ob Flugangst, Klaustrophobie oder Platzangst - Angststörungen gibt es in vielen Facetten und eine einheitliche Therapie ist nicht wirklich möglich. Um die psychische Erkrankung zu behandeln, werden häufig Sitzungen bei einem Verhaltenstherapeuten verschrieben, der mit dem Klienten individuell an seinen Ängsten arbeitet.

 

Therapie durch Expositionen

In der Verhaltenstherapie wird oft mit sogenannten Expositionen gearbeitet. Der Betroffene begibt sich dabei gemeinsam mit seinem Therapeuten in die Angst auslösende Situation. Er soll dabei so lange in der Situation bleiben, bis die Panik nachlässt und der Adrenalinwert sich normalisiert. Dadurch sollen die Patienten merken, dass die befürchtete Katastrophe gar nicht eintritt.

Diese Therapieform ist zwar oft effektiv, aber auch sehr zeitaufwendig und teilweise auch zu kostspielig. Jemand, der unter schlimmer Flugangst leidet, kann sich schließlich nicht permanent eine neue Flugreise leisten.

 

Virtual Reality als Therapie gegen Angststörungen

Durch Virtual Reality eröffnen sich jetzt ganz neue Möglichkeiten bei der Therapie gegen Angststörungen, denn so können sich die Betroffenen unkompliziert ihren Ängsten stellen.

Die ersten Pioniere auf diesem Gebiet innerhalb Deutschlands sind laut der "Welt" die Hochschulambulanzen in Würzberg und Regensburg. An den beiden bayrischen Universitäten werden Patienten mit 3-D-Brille und Gamepad ausgestattet und in die virtuelle Realität geschickt. Dort werden sie dann mit der spezifischen Angstsituation konfrontiert. Patienten mit Höhenangst können dadurch plötzlich auf einem Fernsehturm in schwindelerregender Höhe stehen. Menschen, die unter Spinnenphobie leiden, können sich virtuell den Krabbeltieren nähern. Es gibt so viele Optionen, dass sich sich die Liste schier unendlich fortsetzen lässt. Das zeigt, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der virtuellen Therapieform.

Der Erfolg gibt der Virtual-Reality-Therapie recht: Offenbar reichen schon wenige Sitzungen, um die Angststörung zu überwinden.

Bisher ist die Software für die neue Therapieform zwar noch zu teuer für eine flächendeckende Umsetzung, aber das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Endlich mal ein technischer Fortschritt, mit dem wirklich Gutes bewirkt werden kann. :)

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