KlimawandelAntarktis: Eltern nicht da - über 18.000 Pinguin-Küken verhungerten

In der Antarktis sind über 18.000 Pinguin-Küken verhungert. Nur zwei Tiere überlebten. Ihre Eltern wollten Nahrung suchen - doch zu viel Zeit verging.

Eine Tragödie ereignete sich jetzt laut französischer Wissenschaftler in der Antarktis: Die Eltern hunderter Adelie-Pinguine mussten bei ihrer Nahrungssuche wegen einer ungewöhnlich dicken Eisschicht lange Wege zurücklegen. Als die Pinguine endlich zu ihren Kindern zurückkehrten, waren 18.000 Küken der Kolonie tot - nur zwei Küken der Brutsaison von Anfang 2017 überlebten die Wartezeit. Wie lange die Eltern auf der Suche waren, ist unbekannt. 

Antarktis: Eltern nicht da - über 18.000 Pinguin-Küken verhungerten
Über 18.000 Küken dieser Adelie-Pinguine verhungerten in der Antarktis.
Foto: iStock
 

Ursache für den Tod der Pinguine

Die Forscher vermuten, dass der Grund für die erschwerte Nahrungssuche und das Verhungern der Küken an den veränderten Umweltbedingungen liegen könnte. Mitte Februar 2010 kam es zu einem Abbruch eines riesigen Gletschers in der Region. Der Pinguinforscher Yan Ropert-Coudert von der Dumont-D'Urville-Forschungsstation in der Antarktis sagte, dass sich der Meeresabschnitt von der Pinguinkolonie seitdem verändert habe. Zudem gebe es vermehrt Temperaturschwankungen; Windstärken und Windrichtungen können ebenfalls Einfluss gehabt haben, dass es zu der Tragödie kam.

Antarktischer Krill (Krebstier) ist die Hauptnahrung von Adelie-Pinguine. Bislang war ihr Lebensraum gesichert, doch durch den Klimawandel und steigende Meerestemperaturen ist er zunehmend bedroht. 

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