GesundheitAntibiotika: Diese Präparate verursachen schwere Nebenwirkungen

Chinolone, Antibiotika-Präparate, die regelmäßig verschrieben werden, verursachen schwere Nebenwirkungen. Ihre Risiken werden jetzt neu überprüft. 

 

Wer zum Arzt geht, bekommt oftmals Antibiotika verschrieben. Was früher als letzte Lösung galt, wenn gar nichts anderes geholfen hat, wird heute immer häufiger auch bei harmlosen Infekten verordnet. Dabei sind Antibiotika keineswegs harmlos: Nicht nur, dass sie die Darmflora durcheinanderbringen und den Körper schwächen; einige der am häufigsten genutzten Präparate können darüber hinaus zu sehr heftigen Nebenwirkungen führen. 

 

Antibiotika können heftige Langzeitfolgen mit sich bringen

Besonders Medikamente der Gruppe der Chinolone stehen im Verdacht, unangenehme Langzeitfolgen zu verursachen. Möglicherweise können Chinolone Sehnenrisse, Haut- und Nervenschäden, psychische Probleme wie Angstzustände und Panikattacken oder sogar Depressionen auslösen. Die europäische Arzneimittelbehörde lässt die Risiken der Antibiotika deshalb jetzt neu bewerten. Chinolone helfen effektiv gegen Bakterien und werden deshalb von allen Antibiotika (zum Beispiel als Ciprofloxazin, Levofloxazin, Ofloxazin) am vierthäufigsten verordnet. 

Antibiotika: Pharmaindustrie warnt vor starken Nebenwirkungen

Die USA verschärfte bereits 2016 die Warnhinweise für Chinolone. Grundsätzlich sollten Antibiotka nur eingesetzt werden, wenn der Nutzen die Nachteile überwiegt. Bei schweren Lungen- oder Blasenentzündungen können Antibiotika tatsächlich helfen; bei harmloseren Infekten wie zum Beispiel leichten Blasenentzündungen, Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündungen können einfache Maßnahmen, wie viel trinken, Ruhe oder Inhalieren, Antibiotika ersetzen.

Video: Medikamente - wann sind sie verschreibungspflichtig?

 
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