US-Abtreibungsgesetz In Arkansas sollen Frauen bald vor einer Abtreibung ihren Vergewaltiger informieren

Arkansas will Frauen dazu verpflichten, eine Abtreibung mit ihrem Vergewaltiger abzustimmen
In Arkansas wurden schon einige wahnsinnige Abtreibunsgesetze erlassen. Dieses neue Gesetz reiht sich in diese "Tradition" ein.
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Am 30. Juli sollen im US-Bundesstaat Arkansas neue Abtreibungsgesetze in Kraft treten. So wirken sich diese auf die dort lebenden Frauen aus.

Im US-Bundesstaat Arkansas ist das Thema Abtreibung ein sehr heikles. In den letzten Monaten wurden bereits verschiedene Gesetze beschlossen, die Frauen immer mehr der Möglichkeit berauben, über ihren eigenen Körper zu bestimmen.

Mit dem Inkrafttreten der nun bekannt gewordenen Gesetze müssten Frauen den Vater des Kindes darüber informieren, bevor sie eine Abtreibung vornehmen. Das Gesetz schließt Vergewaltigungsopfer mit ein.

Denn die "Eltern" des Fötus müssen sich einig darüber sein, wie mit ihm nach dem Abbruch der Schwangerschaft umgegangen werden soll. Dem sogenannten Final Disposition Rights Act von 2009 folgend müssen Ehepartner oder Kinder darüber entscheiden, wie eine Person beerdigt wird. Sind diese nicht vorhanden, müssen die Eltern oder Großeltern diese Entscheidung treffen. Da ein Fötus weder Ehepartner noch Nachkommen haben kann, sind die "Eltern" in der Pflicht. Sie müssen sich darüber einig sein, wie der Fötus entsorgt beziehungsweise bestattet werden soll.

Gemäß dem Fall, dass eine minderjährige Frau eine Abtreibung vornehmen lassen möchte, müssen ihre Eltern sich mit dem "Vater" - im schlimmsten Fall dem Vergewaltiger - einigen.

Sollte dieser zum Beispiel nicht damit einverstanden sein, dass der Fötus entsorgt wird, kann der Mann dies vor Gericht anfechten und die Frau so dazu zwingen, den Fötus zu beerdigen oder einäschern zu lassen.

Keine Abtreibung kann durchgeführt werden, ohne das ein Arzt sich "angemessen bemüht", den Vater über die Abtreibung zu informieren und seine Zustimmung über den Umgang mit dem Fötus einzuholen. All dies muss außerdem innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen erfolgen, denn nur bis zu diesem Zeitpunkt sind Arkansas Abtreibungen gestattet.

Mit diesen neuen Gesetzen würden viele verschiedene Menschen darüber entscheiden dürfen, wie eine Frau mit ihrem eigenen Körper umgehen darf. Die Selbstbestimmungsrechte der Frauen würden damit stark eingeschränkt werden.

Am 30. Juli sollen die neuen Abtreibungsgesetze im US-Bundesstaat Arkansas in Kraft treten. Die Bürgerrechtsorganisation "American Civil Liberties Union" hat sich bereits eingeschaltet, um die Gesetze anzufechten. Am Donnerstag soll es eine Anhörung geben, in der um eine gerichtliche Verfügung gebeten werden soll. Diese soll bewirken, dass die Gesetze nicht angewendet werden können, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

 

Video: Darum ließ diese Frau ihre Abtreibung filmen

 

 

(ww8)

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