RTLZwei-Doku

Armes Deutschland: 14-Jährige sucht Ausweg aus Großfamilien-Hartz IV-Leben

In einer neuen Folge von "Armes Deutschland" macht die 14-Jährige Florentine deutlich, dass sie von ihrer Familie weg möchte.

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In der RTLZwei-Doku "Armes Deutschland - Deine Kinder" zeigt die Familie Zaremba unter welchen Bedingungen sie leben muss. Die Familie besteht aus Papa Daniel, Mama Doreen und sieben Kinder. Besonders Tochter Florentine möchte dem Leben unter ärmlichen Bedingungen entfliehen.

"Armes Deutschland": Florentines Familie lebt in einem maroden Haus ohne warmes Wasser

Die 14-Jährige lebt mit den Geschwistern und Eltern in einem maroden Haus im nordsächsischen Tiefensee. In dem 120 Quadratmeter großen Gebäude, das Daniel von seinem Opa geerbt hat, fehlt es an fast allem. Besonders katastrophal sind die sanitären Anlagen.

Armes Deutschland: Hartz IV-Familie muss in verwahrlosten Fachwerk-Haus leben!

Es gibt keine richtige Badezimmertür und auch kein warmes Wasser. "Da wir kein warmes Wasser haben, kochen wir das vom Herd ab und tun das in die Wanne, damit wir uns wenigstens waschen können", berichtet Florentine. Seit drei Jahren habe sie nicht mehr warm geduscht, gesteht sie.

Florentine wünscht sich ein anderes Leben mit fester Arbeit und weniger Kindern

Zwar haben die Zarembas dank einer Spendenaktion mittlerweile ein neues Bad, doch die Situation hat sich für die Familie nicht wirklich verbessert. Das Haus ist mit einer Hypothek belastet. Zudem kommt die Familie durch Hartz IV und Kindergeld so gerade über die Runde.

Aus diesem Grund sehnt sich Florentine nach einer besseren Zukunft. "Ich möchte meine Zukunft anders planen und nicht so leben, wie meine Eltern. Ich möchte eine feste Wohnung, einen festen Arbeitsplatz, nicht so viele Kinder und die Kinder anders erziehen", so die Jugendliche.

Florentine will Erzieherin werden

Florentine möchte eine Ausbildung zur Erzieherin machen, dafür muss sie allerdings zunächst den Hauptschulabschluss meistern. Nach einem 45-minütigen Bewerbungsgespräch wird sie tatsächlich am Berufsschulzentrum der benachbarten Stadt Delitzsch angenommen, wo sie ihren Abschluss machen kann.

Für die Schülerin geht damit schon mal ein kleiner Wunsch in Erfüllung, denn sie wollte auf keinen Fall an die Schule in ihrem Heimatort zurückkehren. "Dorthin will ich nicht, weil welche aus meiner alten Schule da sind und ich auf die keine Lust habe und denen aus dem Weg gehen will", so Florentine. Sie sei dort von Mitschülern runtergemacht worden.

Bleibt zu hoffen, dass für Florentine tatsächlich ein Leben in besseren Verhältnissen möglich sein wird - den ersten Schritt dahin hat sie auf jeden Fall schon gemacht!

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