Hartz-IV-Realität"Armes Deutschland": Mit diesen Ausreden drücken sich Erwerbslose vor der Arbeit

Mit welchen ziemlich dreisten Ausreden, sich manche Erwerbslose und Hartz-IV-Empfänger vor der Arbeit drücken, enthüllt jetzt die RTL2-Dokureihe "Armes Deutschland."

Die RTL2-Sendung "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?" gibt seit einigen Wochen einen Einblick in das Leben von verschiedenen armen Paaren und Familien in Deutschland. Zuletzt wurde unter anderem das junge Paar Michelle und Thomas gezeigt. 

Beide sind arbeitslos. Die 22 Jahre alte Michelle bezieht aktuell Hartz IV und hat offensichtlich nicht die Absicht, sich in absehbarer Zukunft einen Job zu suchen. Als sie eine zweiwöchige Haftstrafe wegen Schwarzfahrens absitzen muss, bezeichnet sie dies als "eine Art Urlaub auf Staatskosten". Ihr Verlobter Thomas ist ähnlich motiviert, arbeiten zu gehen. Er schiebt allerdings als Ausrede vor, dass er die insgesamt sieben Haustiere des Paares nicht alleine zu Hause lassen könnte.

Michelle und Thomas haben vier Schlangen, zwei Ratten und einen Hund und jeden Monat 585 Euro staatliche Unterstützung.

Auch die erwerbslose Carola ist ein Profi darin, Ausreden zu finden, die sie angeblich daran hindern, sich um eine Anstellung zu kümmern. Die 32-Jährige ist aktuell komplett von ihrem Freund Willi abhängig, der als Gabelstaplerfahrer arbeitet und noch nie arbeitslos war. Mit einem Gehalt von 1.600 Euro bringt er sie beide durch.

Hartz IV bekommt Carola nicht, da sie noch mit ihrem Ex verheiratet ist. Solange die Scheidung noch nicht durch ist, hat sie keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung.

Doch das führt nicht dazu, dass die 32 Jahr alte Frau motiviert wäre, auch etwas zum Lebensunterhalt des Paares beizusteuern. Als sie in der Sendung gefragt wird, warum sie sich nicht als Aushilfe in einem Einkaufszentrum bewerben würde, sagt sie, dass es ihr dort "zu warm" wäre. "Ich würde schon einen Job annehmen für 450 Euro, wo es ein bisschen kühler ist."

Allerdings ist zu bezweifeln, ob Carola das wirklich ernst meint. Bislang konnte auch der Umstand, dass sie und Willi seit zwei Jahren in einem Zelt leben, nichts daran ändern, dass sie lieber die Einkaufszentren durchstreift, anstatt dort zu arbeiten.

Derweil tut Willi alles, um den beiden ein besseres Leben zu ermöglichen. 

(ww8)

 

 

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