Fisch Artenschutz: Edeka nimmt Schillerlocken aus dem Verkauf

Edeka verkauft keine Schillerlocken mehr. Die Fischspezialität sorgt für die Ausrottung des Dornhais und soll deshalb nicht mehr verkauft werden.

Schillerlocken findet man ab jetzt nicht mehr im Sortiment von Edeka
Schillerlocken findet man ab jetzt nicht mehr im Sortiment von Edeka
Foto: Istock

Schillerlocken sind eine beliebte geräucherte Fischspezialität. Sie sind enthäutete Bauchlappen des Dornhais. Beim Räuchern ziehen sie sich zusammen und bekommen das charakteristische Aussehen einer Locke.

Der Dornhai ist durch Überfischung bedroht. Er steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Zudem gilt der natürliche Methylquecksilbergehalt von Schillerlocken als zu hoch für den Menschen. Pro Kilogramm Schillerlocke sind rund 700 Mikrogramm Methylquecksilber enthalten. Ein Mensch sollte pro Tag nicht mehr als 0,1 Mikrogramm Methylquecksilber pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Jetzt sieht auch Edeka ein, dass der Verkauf von Schillerlocken und allen Haiprodukten gestoppt werden sollte. Die Begründung des Konzerns: "Es gibt den Beschluss, aus Artenschutzgründen alle Haiprodukte auszulisten." Und das, obwohl das anerkannte MSC-Siegel den Verkauf von Dornhai nicht ausschließt.

Das MSC-Zerfikat gibt Auskunft über die Gefährdung von Fischen und erteilt Zertifikate für nachhaltige Fischgründe. MSC gibt einen bestimmten Bereich im Nordostpazifik für das Fischen des Dornhais frei. Dennoch stellt Edeka den Verkauf ein. Vom Konzern heißt es, dass auch die Stimmung beim Käufer umgeschwungen sei und man deshalb darauf eingehe und nachhaltig gefangene Fischprodukte verkaufe. 

Auch den inhabergeführten Edeka-Märkte, die dem Konzern angeschlossen sind, wird dringend empfohlen keine Dornhai-Produkte über andere Händler zu bestellen. Zur Edeka-Genossenschaft gehören rund 12.000 Geschäfte. Teil der Gruppe sind unter anderem auch Netto, Marktkauf und Spar.

Getötete Dornhaie
Getötete Dornhaie 
Foto: Istock
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