Zu wenig Geld zum LebenAuch nach der Erhöhung: Hartz-IV reicht nicht für Strom

Zum neuen Jahr soll der Hartz-IV-Regelsatz abermals erhöht werden. Allerdings reicht das Geld dann trotzdem nicht, um die monatlichen Stromkosten decken zu können. Wie kann das sein?

Ab Januar 2019 wird der Hartz-IV-Regelsatz erneut erhöht. Dieses Mal um acht Euro im Monat. Dennoch reicht das Geld nicht aus, um die Kosten für Strom decken zu können. Die geringe Strompauschale im Hartz-IV-Regelsatz ist schlicht unrealistisch berechnet.

Laut dem Vergleichsportal Verivox wurde das Arbeitslosengeld II seit dem Jahr 2005 insgesamt um 23 Prozent angehoben. Die Strompreise sind im selben Zeitraum aber um 50 Prozent gestiegen. Auch die geplante Erhöhung für das Jahr 2019 ändert daran nichts. Der Regelsatz für Alleinstehende erhöht sich nun auf 424 Euro pro Monat. Angedacht sind davon 35,77 Euro für Strom. Das sind immerhin 72 Cent mehr als bisher.

Allerdings gibt Verivox für einen Singlehaushalt einen durchschnittlichen Strompreis von etwa 39,91 Euro monatlich an. Über das Jahr gerechnet fehlen Hartz-IV-Empfängern somit 50 Euro. Zudem sind die Stromkosten regional unterschiedlich, können also noch mehr betragen. Ein Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter gestaltet sich außerdem oft als schwierig. Aufgrund der negativen Bonität erhalten Hartz-IV-Empfänger meist eine Ablehnung.

Die einzige Lösung des Problems wäre eine Neuberechnung der Strompauschale, die sich an der Realität orientiert.

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