RedaktionstestAuf die Schnur, fertig, los: Mein erstes Mal beim Slacklining

Auf die Schnur, fertig, los: Mein erstes Mal beim Slacklining
Foto: iStock // O_Lypa

Slacklining: die neue Trendsportart für Ausbalancierte. Wie sich das erste Mal auf der wackligen Schnur anfühlt und ob es wirklich Spaß macht, hat unsere Redakteurin für Euch herausgefunden.

"Am Anfang ist nichts leicht." Diese Weisheit passt auf das Slacklining, wie die Faust aufs Auge, denn es ist wirklich richtig anspruchsvoll. Was auf den ersten Blick relativ einfach aussieht, entpuppt sich als echte Herausforderung. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir unseren Gleichgewichtssinn im Alltag nur noch viel zu selten bewusst herausfordern. 

 

Die richtige Vorbereitung: Aufwärmen nicht vergessen!

Auch wenn man "nur" über eine Schnur balanciert, ist es wichtig, sich davor aufzuwärmen und zu dehnen. Schnell wird nämlich schon beim ersten Aufstieg klar, wie wichtig die eigene Muskulatur beim Slacklining ist, um die Balance zu halten. Ich habe mich barfuß auf die Schnur getraut. Das ist allerdings Geschmackssache. Es gibt durchaus auch Leute, die sich der Herausforderung mit Schuhen stellen. Einziger Nachteil: Bei einem ungewollten Abstieg steigt das Risiko umzuknicken.

 

Auf die Schnur, fertig, hoppla ...

Für die ersten Versuche ist es definitiv ratsam, sich einen Slacklining Buddy zu suchen, dessen Arm oder Schulter in wackeligen Momenten bei den ersten Versuchen ergriffen werden kann. Mit dieser Sicherheit an der Seite lässt sich das Balancieren nämlich gleich noch viel besser üben. Nach ein paar Versuchen mit Hilfe, wird es dann aber auch Zeit es alleine zu probieren. Spätestens jetzt wird es zu dem einen oder anderen wackeligen Moment mit Bodenlandung kommen. Das macht aber gar nichts, denn Übung macht bekanntlich den Meister.

Aufgestiegen - und zwar auch mit links

Ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich auch in Sachen Slacklining eine Schokoladenseite habe. In meinem Fall war das meine rechte Seite. Bin ich mit meinem rechten Fuß voran auf das Band gestiegen, ging es meistens gut los. Mit links hingegen fiel ich ziemlich oft wieder runter, weil ich die Balance nicht halten konnte. Das macht natürlich nicht so viel Spaß und ist mitunter auch etwas frustrierend. Es empfiehlt sich allerdings trotzdem gerade die "Problemseite" stärker zu trainieren, um beim Wenden auf der Schnur zu bleiben. Die Freude über den Erfolg, wenn es klappt, ist dafür umso größer. Dran bleiben und ein bisschen Geduld lohnen sich! 

Losgelaufen, ohne auf die Füße zu schauen

Bei den ersten Laufversuchen und auch später ist es ratsam darauf zu achten, nicht auf die Füße zu schauen. Das führt wie beim Tanzen schnell dazu, dass man sich vertritt. Besser ist es immer ein kleines Stückchen vor sich zu schauen und dort einen Punkt zu fixieren. Das Seil selbst sollte mit den Füßen ertastet werden. Langsam und Schritt für Schritt kommt man so auf der Schnur voran.

Zusammengefasst

Beim Slacklining steht der Spaß im Vordergrund. Wer zu verkrampft an die Sache herangeht und zu verbissen versucht das Ziel zu erreichen, wird die Freude daran schnell verlieren, denn Slacklining ist eine Sportart, die einem etwas Geduld abverlangt. Ist man bereit, diese aufzubringen, macht der Sport wirklich viel Spaß und vor allem fühlt es sich gut an, etwas für die eigene Balance und Körperhaltung zu tun. Wer es mit dem Slacklining probieren möchte, sollte auf die folgenden Dinge achten:

  • die Slackline sollte nicht über Kniehöhe reichen
  • die Länge sollte zwischen 3 und 5 Metern betragen (zittert nicht, da wenig Ausrenkung)
  • Slacklinebreite zwischen 3 bis 4 cm
  • Arme während der Durchführung über Schulterhöhe halten
  • zu Beginn nur auf einem Bein stehen – mit dem anderen ausbalancieren
  • beide Beine trainieren, denn man hat immer ein schwächeres und stärkeres Bein

Ich würde jederzeit wieder an einem Slacklining Kurs teilnehmen, weil es ein unkomplizierter Sport ist, der Spaß macht und mit dem man seinem Körper etwas Gutes tut.

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