HitzefolgenAuffangstationen warnen: Droht Igeln ein Massensterben?

Kommt jetzt auch noch das Massensterben unter Igeln? Aufgrund der trockenen Sommerhitze haben die Igel hierzulande mit Futterknappheit zu kämpfen. Igelstationen registrieren deutlich mehr hungernde Tiere als in den Vorjahren.

Droht uns in diesem Jahr etwa ein großes Igelsterben? Zumindest litten die Tiere sehr unter der extremen Trockenheit im Sommer. Die Folgen bekommen sie sogar jetzt noch zu spüren.

In den Igelstationen im ganzen Land herrscht Hochbetrieb. Die Igel finden oft alleine nicht mehr genug Nahrung und Igelmütter produzieren zu wenig Milch für ihre Jungtiere. Daher werden besonders viele halb verhungerte und schwache Tiere in den Stationen abgegeben.

"An diesem Jahr ist das Besondere, dass wir neben diesem ganzen Insektenschwund von 75 Prozent als Hauptnahrungsquelle der Igel dazu noch die große Trockenheit haben", erklärt Cornelia Schicke von der Igelstation Radebeul gegenüber RTL.

Doch Vorsicht: Übereifrige Hilfe bezweckt meistens das Gegenteil. Vorschnell sollten die Tiere daher nicht aus ihrem gewohnten Umfeld genommen werden. Es wird erst problematisch, wenn die nachtaktiven Igel bereits im hellen nach Nahrung suchen oder sich eine Hungerfalte im Nacken des Tiers gebildet hat.

Wer selbst die Igel unterstützen möchte, kann dies mit Katzenfutter oder Rührei tun. Milch vertragen sie hingegen überhaupt nicht. Traut man sich selbst die Betreuung eines Igels nicht zu, können sie sorglos in der nächsten Igelstation abgegeben werden.

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