Schlimme TragödieBaby in Belgien verhungert, weil Eltern ihm nur Superfood gaben

Schrecklich! In Belgien ist ein Baby verhungert, weil die Eltern ihm nur Milchersatz-Produkte zu trinken gaben.
Schrecklich! In Belgien ist ein Baby verhungert, weil die Eltern ihm nur Milchersatz-Produkte zu trinken gaben.
Foto: iStock

Völlig abgemagert! Im belgischen Ort Beveren ist ein Baby verhungert, weil die Eltern ihm nur Superfood zu essen gaben. Jetzt stehen sie vor Gericht.

 

  

++ UPDATE ++ Urteil wurde gefällt ++

Inzwischen wurde das Urteil gefällt. Das belgische Gericht in Dendermonde hat die Eltern zu einer Haftstrafe von 6 Monaten verurteilt. Damit verhängte das Gericht das geringste Strafmaß. Die Staatsanwaltschaft hat ursprünglich 18 Monate Haft gefordert.

Die Richterin Mieke Butstraen begründete: "Die Angeklagten wussten, dass es ihrem Kind schlecht geht, aber sie weigerten sich, rechtzeitig medizinische Hilfe zu suchen." Und: "Es ist klar, dass die Angeklagten schon stark gestraft sind, weil sie mit dem Wissen leben müssen, für den Tod ihres Sohnes, den sie aufrichtig geliebt haben, verantwortlich zu sein."

  

++ UPDATE ++ Urteil wurde gefällt ++

 

 

Eltern dachten, ihr Baby vertrage keine Milch

Was für eine schreckliche Geschichte! Als der kleine Lucas mit nur sieben Monaten starb, wog er nur noch 4,3 Kilo. Das sind vier Kilo weniger, als in seinem Alter normal gewesen wäre. Todesursache: der Junge war verhungert und dehydriert. Die Ärzte in dem Krankenhaus, in das seine Eltern das Kind noch brachten - so berichten belgische Medien - konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Wie konnte es soweit kommen?

In den ersten Monaten nach der Geburt stillte Mutter Sandrine V. ihr Baby noch. Dazu bekam er das Fläschchen. Allerdings vertrug Lucas die Milchersatznahrung nicht.

Doch statt einen Arzt aufzusuchen und das Baby untersuchen zu lassen, diagnostizierten Sandrina V. und ihr Mann Peter S. selbst eine Gluten- und Laktoseintoleranz.

Fortan gaben sie dem Baby nur noch Milchersatz aus Hafer, Buchweizen, Quinoa und Reis zu trinken. Diese Milch-Ersatzdrinks enthalten nicht genug Nährstoffe für Babys.

 

Ärzte im Krankenhaus konnten nur noch Tod feststellen

Der kleine Junge magerte immer weiter ab, war im Gesicht grau und rang häufig um Atem, so schilderte es die Staatsanwaltschaft vor dem Gericht Dendermonde, doch die Eltern suchten weiterhin keinen Arzt auf.

In einer Juninacht musste sich Lucas schließlich übergeben. Endlich realisierten die Eltern, dass ihr Kind ärztliche Hilfe brauchte und fuhren zu einem homöopathisch tätigen Arzt. Der erkannte schließlich, wie schlimm es um das Baby stand und schickte die Eltern sofort in das nächste Krankenhaus – doch als sie dort ankamen, war Lucas schon tot.

Vor Gericht weinte die Mutter. Der Vater versicherte, dass sie immer versucht hätten, gut für ihren Sohn zu sorgen. Aus heutiger Sicht wären sie eher zu einem Arzt gegangen. Aber der Junge habe immer mal zu- und abgenommen und immer fröhlich gespielt.

Jetzt drohen Sandrine V. und Peter S. 18 Monate Gefängnis. Das Urteil des Gerichts wird für den 14. Juni erwartet.

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