ChinaBaby vier Jahre nach Tod der Eltern geboren

Die Eltern des kleinen Tiantian aus China sind seit vier Jahren tot - doch der Junge kam postum zur Welt. Klingt unfassbar, ist aber möglich durch die sogenannte In-vitro-Fertilisation.

Shen Jie und Liu Xi hatten 2013 versucht mit In-Vitro-Fertilisation schwanger zu werden. Fünf Tage bevor die befruchtete Eizelle eingepflanzt werden sollte, hatte das Paar einen schweren Unfall und starb. Die Großeltern des verstorbenen Vaters und der Mutter kämpften in einem dreijährigen Rechtsstreit um die schon befruchteten Eizelle. Anfang 2017 wurde ihnen das Sorgerecht zugesprochen. Sie suchten eine Leihmutter aus Laos, denn in China sind Leihmutterschwangerschaften verboten. Tiantian aus China kam laut der Zeitung "Beijing News" bereits im Dezember zur Welt. 

Baby vier Jahre nach Tod der Eltern geboreniStock

Die Eltern von Shen und Liu mussten mit einem DNA-Test beweisen, dass sie wirklich die Großeltern des geborenen Jungen waren, um das Sorgerecht zu behalten. Shens Vater gab an, Tiantian erst von dem Tod seiner Eltern zu erzählen, wenn er größer ist. "Erstmal werden wir ihm sagen, dass seine Eltern im Ausland leben."

In Deutschland sind In-Vitro-Fertilisationen erlaubt, jedoch ist das Austragen eines Babys durch eine Leihmutter ohnehin nach dem Embryonenschutzgesetz verboten - erst recht, wenn die Eltern des Kindes tot sind.

 

Das ist eine In-Vitro-Fertilisation

Die In-Vitro-Fertilisation ist sinnvoll bei Paaren, deren Fruchtbarkeit eingeschränkt ist. Dabei werden die Samenzellen des Mannes und die Eizellen der Frau in einem Reagenzglas zusammengebracht, weshalb diese Form der Befruchtung auch "Reagenzglas-Befruchtung" bezeichnet wird. Die befruchteten Eizellen werden schließlich in die Gebärmutter eingepflanzt. 

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