Schrecklicher UnfallBaden-Württemberg: Mülllaster zerquetscht fünfköpfige Familie

Im August 2017 kippte ein Müllwagen beim Abbiegen um und begrub fünf Menschen in einem Auto unter sich. Alle Insassen starben. Der Fahrer des Transporters ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sein Prozess beginnt im März.

Den Rettern, die am 11. August 2017 zur Landstraße 361 zwischen Mötzingen (Kreis Böblingen) und Nagold (Kreis Calw) in Baden-Württemberg eilten, bot sich "ein Bild des Grauens": Ein 26 Tonnen schwerer Mülllaster war umgekippt und hatte ein Auto unter sich begraben. Darin saßen zuvor die 25-jährige Virginia und ihr 22-jähriger Lebensgefährte Jeremy, die mit ihrem zwei Wochen alten Sohn Monty zum Pfarreramt wollten, um ihn zur Taufe anzumelden. Seine zweijährige Schwester Anjana und Virginias Schwester Juliana waren ebenfalls im Auto. 

Die Gemeinde Mötzingen trauerte damals mit den Angehörigen, die Gemeindeverwaltung richtete ein Spendenkonto ein. Der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, Udo Zink, sagte der Zeitung Schwarzwälder Bote zu dem Unfall: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Sie waren genau zur falschen Zeit am falschen Ort."

Unfalltod einer fünfköpfigen FamilieiStock

 

Fahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Der grüne Golf der Familie war in einen Graben gefallen und völlig zerquetscht. Der Fahrer des Müllwagens erlitt damals einen Schock. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung vor, da er zu schnell um die Ecke gebogen sei. Am 8. März beginnt der Prozess des 54-Jährigen.

Den Angehörigen der Familie bleibt nur ein Grab der fünf Menschen, die an diesem Tag im August ihr Leben verloren. Virginias Eltern Carmen und Charlie werden nicht zu der Verhandlung kommen. „Ich verbringe die Zeit lieber auf dem Friedhof. Da bin ich meinen Kindern nah. Ich habe ja nichts mehr, außer meiner Trauer", sagte Carmen der Bild.

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