Nicht benutzen!Schad­stoffe: Bambusbecher fallen bei Stiftung Warentest durch

Bambusbecher sind laut Stiftung Warentest nicht so gut wie ihr Ruf: Die Becher weisen Schadstoffe auf, die in die Getränke übergehen. 
 

Inhalt
  1. Bambusbecher geben Schadstoffe ab
  2. Stiftung Warentest warnt ausdrücklich
  3. Der Testsieger

"Lassen Sie die Finger von Bambusbechern" lautet das mehr als eindeutige Fazit der aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest. Von zwölf getesteten Bambusbechern erhielt nur einer das Prädikat "gut", die restlichen Becher fielen im Test durch. 

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Bambusbecher geben Schadstoffe ab

Bambusbecher gelten als grünes Produkt, als umweltfreundliche Alternative zum Plastikbecher. Das Problem: Die vermeintlichen Naturprodukte bestehen aus fein zermahlenen Bambusfasern, die nur in Kombination mit einem Klebstoff in Form gebracht werden können.

Dazu nutzt man Melaminharz, einen Kunststoff, der sich aus Form­aldehyd und Melamin zusammensetzt. Das heißt im Klartext: In Bambusbechern steckt Kunststoff

An sich ist Melaminharz nicht gefährlich – solange man die damit verarbeiteten Produkte bei unter 70 Grad Celsius verwendet. Das ist bei einem Heißgetränk wie Kaffee allerdings nicht der Fall. So fanden die Tester in vier der zwölf Becher bereits nach der dritten Befüllung sehr hohe Gehalte von Melamin, in drei weiteren nach der siebten Befüllung. Auch Form­aldehyd konnte in der Testflüssigkeit nachgewiesen werden. 

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Stiftung Warentest warnt ausdrücklich

Ihre Ergebnisse untermauerten die Wissenschaftler mit einer deutlichen Warnung
 

"Lassen Sie die Finger von Bambusbechern. Aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher gehen sehr hohe Mengen Melamin ins Getränk über."
Über den Schadstoff Melamin schrieben die Tester: "Melamin steht im Verdacht, Erkrankungen im Blasen- und Nieren­system zu verursachen. Form­aldehyd kann Haut, Atemwege oder Augen reizen sowie beim Einatmen Krebs im Nase-Rachen-Raum verursachen."

Hier die getesteten Becher im direkten Vergleich sehen.

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Der Testsieger

Allein der Bambusbecher von Chicmic konnte mit der Note 2,2 – also mit "gut" – überzeugen. 
"Der Chicmic Cup ist der einzige Becher, der kein Schad­stoff­problem hat und keine falschen Hoff­nungen weckt. Nur der Spruch 'der umwelt­freundliche To-go-Becher' klingt, als ob er ökologischer sei als andere. Das ist er nicht", lautet das Urteil der Stiftung Warentest über den Sieger unter den Bambusbechern. 

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