WirtschaftBankautomaten werden weniger - können wir bald kein Bargeld mehr abheben?

Während Bezahl-Apps steigen und immer mehr Supermärkte auf die Option setzen, Bargeld an der Kasse zu bekommen, sinkt die Zahl der einst 60.000 Bankautomaten in Deutschland. Gibt es bald keine Geldautomaten mehr bei uns?

Karte rein, Knöpfe drücken, Geld da - so einfach bekommen wir Bargeld, seit dem 7. Mai 1968, als die Kreissparkasse Tübingen Deutschlands den allerersten Geldautomaten aufstellte. 50 Jahre später gibt es hierzulande etwa 60.000 Bankautomaten. Doch nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft, des Dachverbands der deutschen Banken, schrumpfte die Zahl 2017 auf 58.400. 

Die Ursachen liegen in zu hohen Kosten. "Wir haben die Daumenregel, dass das Betreiben eines Geldautomaten in etwa zwischen 20.000 und 25.000 Euro im Jahr kostet", sagte Jürgen Gros, Chef des Bayerischen Genossenschaftsverbands der Zeit

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Haben wir bald kaum noch Geldautomaten?

Außerdem sieht die Deutsche Kreditwirtschaft die zunehmende Digitalisierung als Grund für die weniger werdenden Automaten. Sie geht deshalb davon aus, die Zahl der Automaten weiterhin leicht rückläufig sein wird. Denn neben der Möglichkeit, an den Supermarktkassen Geld abzuheben, wimmelt es von immer mehr Bezahl-Apps, zudem boomt der Online-Shoppinghandel. Dennoch gibt es bei uns durchaus Bargeld-Bedarf. Im europäischen Vergleich liegen wir ganz weit vorne und tragen durchschnittlich 103 Euro in Bar bei uns. Danach folgen Luxemburg, Österreich und Zypern. Portugiesen haben nur 29 Euro bei sich und belegen den letzten Platz.

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