BankensterbenBanken schließen immer mehr Filialen

Werden Banken bald keine Filialen mehr haben? Das lässt eine aktuelle Studie befürchten: Immer mehr Standorte wurden in den letzten Jahren geschlossen.

Seit dem Jahre 2000 sind die Filialen von Banken deutschlandweit um ein Viertel geschrumpft. 10.200 Zweigstellen wurden seither geschlossen und nicht wieder eröffnet. Das hat eine aktuelle Studie offenbart. Die Zahlen sind erschreckend. 

Und die Entwicklung nimmt ihren Lauf. Denn wie die staatliche Förderbank KfW berichtet, schreitet das Bankensterben immer schneller voran. Alleine in den Jahren 2014 und 2015 wurden 2200 Filialen eingestampft.

Für viele ist die direkte Beratung jedoch trotzdem weiterhin wichtig. Geht es um die Finanzen, klären Menschen und vor allem Unternehmen ihre Geschäfte nur ungern über das Telefon oder Internet.  

Insbesondere in ländlichen Gegenden schließen immer mehr Standorte, so dass Filialen erst in der nächstgelegenen Stadt erreichbar sind. Dabei gehört die Bank als Institution samt Beratung insbesondere für viele ältere Menschen zum Alltag.  

Als ein Grund für die Schließung vieler Filialen wird die fortschreitende Digitalisierung genannt. Immer mehr Menschen regeln auch ihre Finanzen über das Internet.  Das Online-Angebot muss daraufhin ausgebaut werden, der Kostendruck steigt. Dementsprechend wird das Filialnetz immer kleiner, auf dem Land ist ein Rückgang von fast 30 Prozent der Standorte zu vermerken.

Mit der Entwicklung ist Deutschland nicht allein - in ganz Europa zeichnet sich ein ähnliches Filialsterben der Banken ab, Deutschland liegt mit der aktuellen Filialdichte gemessen an der Einwohnerzahl vergleichsweise knapp unter dem europäischen Durchschnitt.

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(ww4)

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