KoalitionsverhandlungenBaukindergeld wird rückwirkend ab Januar 2018 gezahlt

Baukindergeld soll Familien dazu anregen, ein Eigenheim zu bauen. Dafür sollen Eltern 1200 Euro pro Kind und Jahr über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren erhalten. Nun soll das Gesetz rückwirkend ab Januar 2018 gelten.

Im Februar diskutierten CDU, CSU und SPD in ihren Koalitionsverhandlungen über das sogenannte Baukindergeld. Es dient Familien mit mittlerem Einkommen, denen Eigenkapital fehlt und soll die gestiegenen Immobilienpreise ausgleichen. Nun gab CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt bekannt, dass das Baukindergeld rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gelten soll. "12.000 Euro pro Kind gibt es in zehn Jahren an staatlicher Förderung für den Erwerb von Eigenheimimmobilien", so der Politiker. 

Baukindergeld wird rückwirkend ab Januar 2018 gezahltiStock

 

Baukindegeld ist vom Einkommen abhängig

Eltern bekommen also 1200 Euro pro Kind und Jahr über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Bei zwei Kindern erhöht sich die Summe auf entsprechend 24.000 Euro, bei drei Kindern auf 36.000 Euro, usw. Eine Einkommensgrenze bestimmt, wer das Baukindergeld erhält: Bei einem Kind dürfen Eltern maximal etwa 90.000 Euro im Jahr verdienen. Genauer gesagt heißt das, dass Eltern die Einkommens­grenze von 75.000 Euro zu versteuerndem Haus­halts­einkommen pro Jahr und zusätzlichem Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind nicht überschreiten dürfen. Zur Mittelschicht zählen etwa 200.000 Familien in Deutschland

Bisher planen Union und SPD das Bauerkindergeld über die staatliche KfW-Förderbank zu ermöglichen. Auf der Website heißt es dazu noch: "Die KfW befindet sich zum Bau­kinder­geld im Austausch mit dem Bundes­ministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI). Aktuell ist noch keine Antrag­stellung möglich. Wir informieren Sie hier recht­zeitig, sobald Sie Anträge stellen können." Dann wird es vermutlich auch die Möglichkeit der rückwirkenden Zahlung geben.

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