InfektionBayern: Neun Jäger wegen Hasenpest auf Isolierstation

In Bayern haben sich neun Jäger mit dem Hasenpest-Erreger infiziert. Die Männer sind in Quarantäne. Wie erkennt man die Infektion?

Neun Männer aus dem bayerischen Nabburg haben sich mit der Hasenpest angesteckt. Die Jäger erlegten acht Tiere, zogen ihnen das Fell ab und weideten sie aus. Dabei soll sich wohl einer der Männer mit einem Bakterium infiziert haben, das die Hasenpest auslöst. Dadurch haben sich die anderen Jäger angesteckt (wobei sich einer von ihnen bei seinem Hund infiziert haben soll). Alle Männer sind im Krankenhaus auf der Isolierstation.

Bayern: Neun Jäger wegen Hasenpest auf IsolierstationiStock

 

Wie überträgt sich die Hasenpest?

Bakterien der Art Francisella tularensis lösen die Hasenpest (auch Tularämie genannt) aus. Vor allem Feldhasen, aber auch Kaninchen und Nagetiere werden von dem Erreger befallen. Die Pest wird von Tier zu Mensch oder Tier zu Tier übertragen. Gründe für eine Übertragung können auch belastete Lebensmittel, Wasser oder (Heu-)Staub sowie durch Zeckenbisse sein. 

In Deutschland erkranken laut Robert Koch-Institut (RKI) pro Jahr 20 bis 30 Menschen an Hasenpest, wobei das Institut von einer höheren Dunkelziffer ausgeht. 

 

Hasenpest: Diese Symptome weisen darauf hin

Die Symptome von Hasenpest ähneln der einer Grippe, weshalb sie schwer zu ermitteln ist:

  • Gliederschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • Appetitlosigkeit 
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Halsschmerzen

Hasenpest kann tödlich sein, wenn sie nicht mit Antibiotikum behandelt wird. Daher rät das Robert Koch-Institut dazu bei Kontakt mit Wildtieren Handschuhe zu tragen. Hasen- und Kaninchenfleisch sollte gut durchgegart werden. 

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