KriminalitätBergisch Gladbach: Familienvater wird zu Tode geprügelt - und Tatverdächtiger kommt frei

In Bergisch Gladbach ist ein Mann von sechs Jugendlichen brutal angegriffen worden. Einer der Täter soll dem Opfer ins Gesicht getreten haben - er ist wieder auf freiem Fuß.

Regelmäßig hört man von Jugend-Cliquen, die Gewalt an fremden Menschen ausüben. Erst kürzlich sind zwei junge Frauen am Düsseldorfer Hauptbahnhof von einer Teenager-Gruppe angegriffen und verletzt worden. 

Bergisch Gladbach: Familienvater wird zu Tode geprügelt - und Täter kommt frei
Am Abend des 21. Augusts wurde ein Mann in Bergisc Gladbach brutal erschlagen. Er starb an seinen Verletzungen. 
Foto: iStock

Nun wurde ein 40-jähriger Mann, der mit zwei Freunden auf der Hauptstraße in Bergisch Gladbach unterwegs war, am 31. August gegen 20.30 Uhr zu Tode geprügelt. Die drei Männer trafen auf sechs Jugendliche. "Beide Seiten beleidigten sich laut Zeugen gegenseitig, bis es zu Handgreiflichkeiten kam“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem "Express".

Im Fokus dabei steht ein 18-Jähriger, der aus der Gruppe heraustrat und dem Familienvater ins Gesicht schlug. Durch einen Faustschlag fiel der 40-Jährige zu Boden und schlug mit dem Kopf auf den harten Steinen auf. Er starb an seinen schweren Verletzungen. Einer seiner Freunde wollte eingreifen, wurde ebenfalls schwer verletzt und liegt laut einer Passantin mit Knochenbrüchen im Krankenhaus. 

 

18-Jähriger wieder frei

Dem Kölner Stadt-Anzeiger liegen Informationen vor, wonach Alkohol eine Rolle gespielt haben soll. Der 18-jährige Faustschläger habe laut Staatsanwaltschaft die Tat bestätigt: „Der Kölner hat die Tat eingeräumt. Seine Angaben decken sich mit den ersten Ergebnissen der Obduktion des Toten“, sagt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem Kölner Stadt-Anzeiger. Und trotzdem ist der Täter wieder auf freiem Fuß. „Der Tatverdacht der Körperverletzung mit Todesfolge rechtfertigt keine Untersuchungshaft. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der 18-Jährige einen festen Wohnsitz bei seiner Mutter hat und nicht vorbestraft ist.“

Eine Bekannte des Toten beschrieb ihn als "friedliebender Mensch und wundervoller Vater seiner beiden Kinder“. Ein Mahnmal aus Blumen und Kerzen erinnert nun an die sinnlose Gewalttat an jenem Abend des 31. August. 

 

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